Was wir gelernt haben: Zusammenfassung des 7er-Rugbys bei den Olympischen Spielen Tokio 2020

Von der erneuten Goldmedaille der Herren von den Fidschi-Inseln bis zum ersten olympischen Rugby-Titel Neuseelands: Werfen Sie einen Blick auf die denkwürdigsten Momente des 7er-Rugbys in Tokio 2020, eine Zusammenfassung der Medaillen und was uns in Paris 2024 erwartet.

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Kraft, Tempo, Schocks und Spannung: Rugby Sevens hatte bei den Olympischen Spielen Tokio 2020 alles zu bieten.

Die Sportart hat sich seit ihrem äußerst erfolgreichen olympischen Debüt in Rio 2016 weiterentwickelt. Obwohl die Saison 2020 wegen der weltweiten Pandemie ausfiel, waren die in Japan gezeigten Leistungen auf einem anderen Niveau.

Im Vorfeld des Turniers gab es einen großen Hype, denn viele der weltbesten 15er Spieler wie Portia Woodman, Semi Radradra und Samu Kerevi hatten sich für die Olympischen Spiele eingeschrieben.

Aber auch eine neue Generation von Spielern nutzte ihre Chance auf der größten Bühne des Sports. Die Stars Marcos Moneta und Reapi Ulunisau begeisterten mit jeder Ballberührung und sorgten dafür, dass der Sport eine sehr spannende Zukunft hat.

Im Folgenden blicken wir auf die denkwürdigsten Momente zurück, geben einen Überblick über die Medaillengewinner und verraten, auf wen wir bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris in nur drei Jahren besonders achten sollten!

Die 5 Höhepunkte im 7er-Rugby in Tokio 2020 im Jahr 2021

Hier sind einige der Highlights der Olympischen Spiele von Tokio 2020, die 2021 stattfanden.

1: Neuseeland holt endlich sein Gold

Die neuseeländischen Damen haben in Tokio 2020 die Goldmedaille gewonnen, die einzige Auszeichnung in dieser Sportart, die ihrem Team bisher verwehrt geblieben war.

Herausragende Spielerin war Michaela Blyde, die im Finale gegen eine talentierte französische Mannschaft ihren siebten Versuch bei den Spielen erzielte.

"Mann, dieses Team hat in den letzten fünf Jahren viel durchgemacht, und wir bringen eine Goldmedaille nach Hause", sagte Neuseelands Spielführerin Sarah Hirini nach dem Spiel. "Ich bin einfach so stolz. Wir lieben uns gegenseitig. Das ist etwas ganz Besonderes. Wir sind jetzt schon seit zwei Monaten zusammen. Es ist eine ganz besondere Gruppe, und es ist das letzte Mal, dass wir als Team zusammenspielen."

Nach der Niederlage gegen Australien im Finale von Rio 2016 war der Sieg auch eine Wiedergutmachung für die Black Ferns.

Die Emotionen waren nach dem Schlusspfiff deutlich zu spüren, als sie ihren Haka-Tanz mitreißend vortrugen.

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2: Fidschi bereitet seiner Nation Freude

Das Rugby-Team der Fidschi-Inseln hat die Herzen vieler Menschen erobert, als sie in Rio 2016 die erste olympische Goldmedaille für die Pazifik-Inseln gewannen.

Es war von vornherein klar, dass es schwierig werden würde, dies zu wiederholen, aber sie haben es mit Stil geschafft.

Mit ihrem gewohnten Rugby voller Tempo und Kraft bezwangen sie in einem spannenden Finale den Turnierfavoriten Neuseeland und sicherten sich den olympischen Titel.

Der einzige Überlebende aus dem Team von Rio war Kapitän Jerry Tuwai, der zwar ein wenig an Tempo verloren hat, aber nichts von seiner magischen Spielfähigkeit. Was für ein Anführer er in diesem Team geworden ist.

Der Sieg hätte für Fidschi zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können und verschaffte dem von der COVID-19-Pandemie heimgesuchten Land eine kleine Atempause.

3: Argentinien gewinnt mit fünf Spielern

Mit nur sieben Spielern, die ein ganzes Rugbyfeld abdecken können, ist es im 7er-Rugby normalerweise fatal, einen Spieler nach einem Vergehen auf die Strafbank zu schicken.

Im Viertelfinale der Herren musste Argentinien nach der roten Karte für Gaston Revol mehr als 11 Minuten lang mit sechs Spielern gegen ein entmutigendes südafrikanisches Team antreten. Nach einer späten gelben Karte mussten sie sogar für kurze Zeit mit fünf Mann spielen.

Doch die Südamerikaner ließen sich nicht abschütteln. Mit einer erstaunlichen Demonstration von Teamgeist und Mut gewannen sie das Spiel und zogen ins Halbfinale ein. Verständlicherweise feierte die erschöpfte Mannschaft danach, als hätte sie Gold gewonnen.

Ein neuer Star wurde in Form von Marcos Moneta geboren, der zwei atemberaubende Versuche über das gesamte Spielfeld hinweg erzielte.

Moneta bildete zusammen mit den Goldmedaillengewinnern der Olympischen Jugendspiele 2018, Ignacio Mendy und Lucio Cinti, die Basis eines aufregenden Teams.

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4: Frankreichs Halbfinal-Krimi

Angesichts der bevorstehenden Olympischen Spiele 2024 in Paris ist es vielleicht keine Überraschung, dass das französische Frauenteam eine so großartige Vorstellung bot.

Nach der Niederlage im Finale gegen ein dominantes neuseeländisches Team haben sie sich die Silbermedaille redlich verdient.

Doch ihr größter Moment kam im Halbfinale gegen Großbritannien. Nach einer frühen Führung ließ Frankreich seine Gegnerinnen wieder ins Spiel kommen und glich zum 19:19 aus.

Nach einem Treffer von Anne-Cecile Ciofani, der Les Bleus wieder in Führung brachte, verteidigten die Französinnen den Rest des Spiels tapfer und gewannen am Ende mit 26:19.

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5: Fidschianer sorgen für Aufsehen

Nicht nur die fidschianische Männermannschaft sorgte für Freude auf ihrer Insel.

Die fidschianische Frauenmannschaft war das Überraschungspaket des Turniers. Sie überraschte die Teams mit ihrem Tempo und ihrer Kreativität und holte sich die Bronzemedaille.

Obwohl die Fidschianerinnen im Vorfeld von Tokio 2020 ihre beiden erfahrensten Spielerinnen verloren, haben sie bei den Spielen auch einige neue Stars hervorgebracht.

Angeführt wird diese Liste von der ehemaligen Netzballspielerin Reapi Ulunisau, die erst im Juni 2021 in den internationalen Sport einsteigt.

Die 26-Jährige war die erste Spielerin einer Nation, die bei den Olympischen Spielen während des Gruppenspiels gegen Brasilien vier Chancen in einem einzigen Spiel verwertete.

Der Traumlauf der Fidschianer endete schließlich im Halbfinale, wo Neuseeland in der Verlängerung einen Versuch zum dramatischen 22:17-Sieg erzielte.

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Ein letzter Blick

Die Silbermedaille für Frankreich war ein würdiger Abschluss für die inspirierende Spielführerin Fanny Horta.

Mit ihren 35 Jahren wird Tokio 2020 mit ziemlicher Sicherheit ihr letzter olympischer Auftritt für die 7er-Nationalmannschaft sein.

Die Flügelspielerin war bei den Spielen von Rio 2016 dabei und ist seit acht Jahren ein wichtiger Bestandteil der französischen Abwehrreihe.

"Wir wollten unbedingt Gold holen und unsere Spielweise durchsetzen, aber es war sehr kompliziert, weil wir zu wenig Ballbesitz hatten", sagte Horta nach der Finalniederlage ihres Teams gegen Neuseeland. "Wir müssen stolz auf das sein, was wir erreicht haben."

Hallo Paris!

Angesichts der vielen jungen Talente werden die Männer aus Fidschi und die Frauen aus Neuseeland wahrscheinlich die Mannschaften sein, auf die man in drei Jahren bei Paris 2024 achten muss.

Aber sie werden sicherlich nicht alles selbst in der Hand haben. Wenn die fidschianische Frauenmannschaft ihr derzeitiges Tempo beibehält und Stars wie Ulinisau behält, hat sie gute Chancen, ihre Bronzemedaille von Tokio zu verbessern.

Auch die französische Frauenmannschaft wird aus ihrer Silbermedaille Selbstvertrauen schöpfen und auf heimischem Boden besonders motiviert sein, Gold zu holen. Achten Sie auf die 19-jährige Überfliegerin Chloe Jacquet.

Bei den Herren sollte man ein Auge auf Argentinien haben, das mit einer Fülle von schnellen Spielern aufwarten kann, die aus den eigenen Reihen kommen.

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Wann und wo kann man die Wiederholung des 7er-Rugbys auf Olympics.com sehen?

Die Antwort lautet: olympics.com/tokyo2020-replays

Wann treten die 7er-Rugby Teams das nächste Mal an?

Die World Rugby Sevens Series der Herren beginnt am 18. und 19. September in Vancouver, während die Serie der Damen am 3. und 4. Dezember in Dubai starten wird.

Vollständiger Medaillenspiegel im 7er-Rugby in Tokio 2020

Herren

Gold: Fidschi

Silber: Neuseeland

Bronze: Argentinien

Damen

Gold: Neuseeland

Silber: Frankreich

Bronze: Fidschi

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