Historisches Archiv

Das Historische Archiv des IOC sorgt für den Erwerb, die Aufbewahrung und die Verbreitung von Dokumenten, die das IOC im Rahmen seiner Aktivitäten erhalten und erstellt hat, sowie von privaten Beständen, etwa dem Nachlass seines Gründers Baron Pierre de Coubertin.

Der Archivbestand setzt sich aus über einem Kilometer Textdokumenten zusammen, welche die Entwicklung des IOC und der Olympischen Bewegung von ihrer Gründung im Jahr 1894 an bis heute nachzeichnen.

Dieses einzigartige Olympische Gedächtnis ist in grosse Serien unterteilt, in denen sich die Organisation und die Arbeitsweise des IOC widerspiegeln:

  • Die IOC-Präsidenten
    Diese Serie umfasst Arbeitsdokumente, Reden, Schriften und Korrespondenz der Präsidenten, die – von Demetrius Vikelas bis Juan Antonio Samaranch – an der Spitze des IOC standen. Das Archiv von Pierre de Coubertin gehört zu den umfangreichsten und wertvollsten in dieser Serie. Anhand seiner quasi täglichen Korrespondenz mit seinen Mitarbeitenden und Freunden kann man die Entwicklung, die Anliegen und Ideen dieses Erneuerers der modernen Olympischen Spiele nachvollziehen.


  • Die Olympischen Spiele
    Wie auf einer Kurve parallel zur Bedeutung und Modernität der Olympischen Spiele wächst auch der Umfang des Archivs mit jeder Olympiade exponentiell an. Dank der Fülle und Vielfalt der archivierten Dokumente dieser Serie von den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen 1896 bis heute lassen sich die Ereignisse und die Entwicklung gut nachvollziehen (die bislang letzten Olympischen Spiele, die 2018 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, waren die Spiele von 1998 in Nagano). Auch die Bewerberstädte für Spiele fallen unter diese Serie, in der die Bewerbungsunterlagen mit entsprechender Korrespondenz und Werbematerial sowohl für die ausgewählten Austragungsstädte wie auch für die nicht ausgewählten Bewerber verwahrt sind.


  • Beziehungen zur Olympischen Bewegung (NOKs, IFs, Verbände)
    Durch seine Beziehungen zu nationalen und internationalen Organisationen aus dem Sport und anderen Bereichen hat das IOC ein Netzwerk von weltweitem Belang geschaffen. Zu den Dokumenten dieser Serien zählt auch die Korrespondenz mit den Nationalen Olympischen Komitees (NOKs), welche die Geschichte der NOK-Gründungen ab 1894 nachzeichnet, etwa anhand von Anerkennungsanträgen, Statuten und Reglementen, Dokumenten zur Einrichtung von Exekutivorganen, verschiedenen Veröffentlichungen und den Emblemen jedes Komitees, von denen es derzeit 199 gibt. Die Serie Internationale Sportverbände (IF) enthält ebenfalls eine Vielzahl an Informationen über die Entwicklung bestimmter Sportarten, die Entwicklung der Regeln, die Homologation von Rekorden, die Rolle der Internationalen Sportverbände und ihre Beziehungen zum IOC seit dessen Gründung.

Olympische Spiele 1936 in Berlin: Programmhefte und Werbung auf Japanisch für Leni Riefenstahls offiziellen Film «Olympia 1936»

Die anderen Hauptserien bestehen aus den Archiven der Entscheidungs- und Beratungsgremien des IOC und seiner Verwaltung. Sie stellen wichtige offizielle Informationsquellen dar und zeichnen die Geschichte und Entwicklung der Organisation von ihren Anfängen bis heute nach.

Modalitäten der Einsichtnahme

Das historische Archiv des IOC ist im Olympischen Studienzentrum (Centre d'Etudes Olympiques, CEO) auf dem Gelände des Olympischen Museums in Lausanne für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier besteht Zugang nach folgenden Modalitäten:

  • zu Dokumenten, die mehr als 20 Jahre alt sind und keinen besonderen Beschränkungen unterliegen;
  • zu Dokumenten von Exekutivorganen und Kommissionen, die mehr als 30 Jahre alt sind und keinen Beschränkungen mehr unterliegen.

Das vollständige Reglement für die Einsichtnahme finden Sie hier

Organisieren Sie Ihren Besuch

Sie können einen Termin zur Einsichtnahme in das Archiv vereinbaren. Hierzu müssen Sie nur dieses Formular ausfüllen.
Der Studiensaal des Archivs ist von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Die Archivdossiers sowie digitale Versionen bestimmter Serien können in unserem Studiensaal eingesehen werden (gemäss dem Reglement für die Einsichtnahme).

Address 

Centre d’Etudes Olympiques
Villa du Centenaire 
Avenue de l’Elysée 28 
1001 Lausanne 
Kontakt: archives@olympic.org  

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