KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER

VERSCHMELZUNG VON KUNST UND SPORT

3x3 Basketball, BMX Freestyle, Breaking, Sportklettern, Skateboarden und Surfen werden ebenfalls als kreative Tätigkeiten erachtet, die durch vielfältige und sich ständig verändernde kulturelle Anspielungen geschaffen werden. Um dieses kreative Sprudeln zu dokumentieren und die gemeinsame Vorstellungswelt dieser verschiedenen Sportarten auszuloten, hat das Olympische Museum Künstlerinnen und Künstler aus diesen Kulturwelten mit der Realisierung von Kunstinstallationen für das Programm beauftragt, die das ganze Jahr hinweg im Museum zu sehen sein werden.

BEGEGNUNG MIT KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLERN

Bust the Drip (Paris) präsentiert «Artist as Athlete» (Künstler als Athlet)

Französischer Street-Artist, der 1983 geboren wurde und aus dem Hip-Hop-Tanz hervorgegangen ist. Seine Werke, die eine Malpraxis voller Energie und Bewegung atmen, lassen uns in eine Welt aus Choreografie und Musik eintauchen.
Er ist sowohl Tänzer als auch Street Artist. Sein künstlerisches Universum blickt auf den Weg zurück, den sowohl die Street Art als auch ein urbaner Tanz wie der Breakdance zurückgelegt haben.

© Laurent Bonhomme


© IOC/Catherine-Leutenegger

Alex Larson (Französische Schweiz) präsentiert «Torchbearers» (Fackelträger)

Eine Kreation als Hommage an zwei Grundkomponenten der urbanen Kultur – Musik und Graffiti. Durch diese Installation erforscht der Künstler die Bedeutung von «Bewegung» bei Graffiti und bei Live-Musik-Performances. Seine Installation umfasst Videoausschnitte der SUPERWAK XTRM TOUR 2017 (gedreht von NATAS3000 und produziert von Colors Records), Camille Gremion und Félicien Ali. Die Graffiti-Elemente wurden von MANS1 geschaffen.


© IOC/Catherine-Leutenegger

Marion Pollaert & Grégoire Triau (Paris) präsentieren «Inner Walls» (Innere Wände )

Als Kunstschaffende und Kletterbegeisterte setzen Marion und Grégoire sich mit ihrer Kletterpraxis auseinander, die dazu auffordert, eine Wand zu lesen und eine Welt aus Bewegungen zu erschaffen. Ihre Installation aus Gravuren und einem Original-Soundtrack erinnert an die sinnliche Beziehung zwischen Kletterer und Fels. Wie die Anhänger des Kletterns es beim Klettern erleben, ist hier das Publikum eingeladen, die Situationen inneren Gleichgewichts und Ungleichgewichts zu spüren, die mit dieser Sportart einhergehen.

© Marion Pollaert Grégoire Triau


© IOC/Catherine-Leutenegger

David Warner aka Serval (Genf) präsentiert Home Street Home

Serval ist ein Schweizer Künstler und eine wichtige internationale Figur in der «Old School»-Graffiti-Szene. Seine Installation Home Street Home ist ein «lebendiger Ort» aus Materialien, die im städtischen Umfeld gefunden wurden. Hier geht es darum, wie der Sport vielen jungen Menschen hilft, sich auf der Strasse ein Zuhause und eine Identität zu schaffen.

Auf der Glasbalustrade der Rampe hat Serval die Namen von Personen verewigt, die für ihren Beitrag zum Sport grosse Achtung geniessen. Diese Art der Handschrift ist typisch für den urbanen Kunststil, der in den 1970er-Jahren in New York entstanden ist.

© Serval


© IOC/Catherine-Leutenegger

RYLSEE (Genf, Berlin) – präsentiert « A New Chapter »

Cyril Vouilloz, alias RYLSEE, ist ein Schweizer Künstler, der in Berlin lebt. Er geniesst international Anerkennung für seine einzigartige Herangehensweise an die Typografie, bei der er optische Täuschungen, Wandfresken und Installationen miteinander kombiniert.

Für das Projekt einer skatebaren Skulptur arbeitete RYLSEE mit Vertical zusammen, einem Schweizer Unternehmen, das sich seit 1989 auf den Bau von Skateparks spezialisiert hat.

«A New Chapter» feiert die Liebe zu Passionen, die in der Öffentlichkeit lange Zeit auf Unverständnis stiessen, und verwischt gezielt die Grenzen zwischen Sport, Kunst und Kultur.


Zu Ihrer Sicherheit ist es nicht erlaubt, auf diese Installation zu klettern.

2023 wird die Rampe in den Skatepark Vidy Bowl in der Nähe des IOC-Sitzes umziehen. Dort – in einer gesicherten Sportumgebung – kann sie dann von der Öffentlichkeit genutzt werden.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Rücksichtnahme.

© Gabee

Les Ateliers Baume (Schweiz) – präsentieren “About Foam”

Dieses Kollektiv mit Sitz in Lausanne (CH) und Guéthary (FR) stellt Surfbretter her. Die interaktive Installation «About Foam» lädt die Besucherinnen und Besucher in die Welt einer Shape-Werkstatt ein.

«About Foam» enthüllt die kreativen Schritte, die in den Herstellungsprozess eines Surfbretts einfliessen – die zugehörigen Werkzeuge, Materialien und Umformtechniken. Sie werden feststellen, dass Surfbretter mehr als nur Sportgeräte sind: Sie sind wahre Kunstwerke!

Installation: Les Ateliers Baume
Film: Geoffroy Dubreuil
Animation: John Custo
Grafik: Naomi Cachot-Gallay

© LesAteliersBaume

Jules Magistry (Paris) – präsentiert “Watching Skateboarders Do What I Cannot Do, Beautifully”.

Jules Magistry ist ein in Paris ansässiger Zeichner. Seine Arbeit bezieht ihre Inspirationen aus Animes, Comics und der Pop- und Queer-Kultur.

Seine Installation «Watching Skateboarders Do What I Cannot Do, Beautifully» hinterfragt einige der kulturellen Gepflogenheiten, die mit dem Skateboarden assoziiert werden. Damit wird zum Nachdenken über folgende Fragen angeregt:

Welche Rolle spielen Mode und Stil beim Skateboarden?

Warum ist es für Skateboarderinnen und Skateboarder wichtig, ihren individuellen Stil zu entwickeln?

Welche Beziehung haben Skateboarderinnen und Skateboarder zu ihrem Körper?

© AmbroiseBerrichon2

Die HEAD Genf (Hochschule für Kunst und Design) – präsentiert “Ultra Saiyan”.

Künstlerinnen und Künstler: Omar Amorim-Esenli, Fiona Giazzi, Maxime Heta, Mathilde Schibler

«Ultra Saiyan» ist eine Installation, die im Rahmen des Workshops «Street Culture» 2021 der HEAD-Genf entstanden ist. Die studentischen Künstlerinnen und Künstler liessen sich dabei von der Welt der Videospiele und der Street Culture inspirieren. «Ultra Saiyan» kombiniert die Schutzausrüstungen aus Extremsportarten mit den Rüstungen, die in den Kampfkünsten und der Welt der Transformers getragen werden.

«Ultra Saiyan» wurde von den Studierenden so konzipiert, dass der Eindruck einer soliden Rüstung entsteht. Die Installation ist vom Videospiel Street Fighters inspiriert und existiert in ihrer ganz eigenen und ultra-modellierten 3D-Welt. Dabei besteht das Kunstwerk aus Karton – einem Material, das man häufig auf der Strasse findet.

Durch die Verwendung von Karton schaffen die Studierenden eine Verbindung zwischen urbanen Materialien und sportlicher Ästhetik. Sie setzen sich dabei auch mit dem Kontrast zwischen der Fragilität von Kartonabfällen und der Solidität und Landlebigkeit von Rüstungen auseinander.


Die HEAD Genf (Hochschule für Kunst und Design) – präsentiert “Figure”

Künstlerinnen: Aleksandra Bystrova & Emma Cattin

«Figure» ist eine Installation, die im Rahmen des Workshops «Street Culture» 2021 der HEAD-Genf entstanden ist. Zwei Studentinnen haben hier eine Skulptur aus gebrauchten und recycelten Skateboards geschaffen.

«Figure» ist von den Bewegungen inspiriert, die man bei den Skateboard-Figuren ausführt. Die Studentinnen haben sich entschieden, den «360 Flip» in seine einzelnen Sequenzen zu zerlegen und diese in Stop-Motion zu zeigen. Die Bretter scheinen in der Luft zu hängen, womit ein Gefühl von Höhe geschaffen und vor allem die enorme Geschicklichkeit zum Ausdruck gebracht wird, die es bei diesem komplexen Sport braucht.

Die Studentinnen haben die Bretter so zugeschnitten, dass sie wie bei einem Puzzle zusammengesetzt und wieder auseinandergenommen werden können. So kann man damit verschiedene Figuren erstellen – Fun par excellence!

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