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DOPINGBEKÄMPFUNG WÄHREND DER SPIELE

Die Bekämpfung von Doping ist Gemeinschaftsprojekt, das vor, während und nach den Spielen andauern wird. Alle Beteiligten von Paris 2024 tragen dazu bei, die Integrität des Wettbewerbs zu wahren und die Gesundheit der Athletinnen und Athleten zu schützen.

Athletinnen und Athleten, Zuschauerinnen und Zuschauer, Organisationsteams, Sponsorinnen und Sponsoren – sie alle erwarten einen fairen Wettbewerb. Abgesehen von der Verfälschung der Ergebnisse stellen viele verbotene Substanzen und Methoden ein Gesundheitsrisiko für die Athletinnen und Athleten dar. Die Anti-Doping-Maßnahmen sollen die physische und mentale Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler schützen und gleichzeitig die Werte von Sport und Wettbewerb verteidigen: Ethik, Ausdauer und Höchstleistungen.

Mit Teamwork ans Ziel

Die Olympischen und Paralympische Spiele haben bereits in den 1960er-Jahren ein Anti-Doping-Programm eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) die Anti-Doping-Regeln für die Spiele gemäß dem Regelwerk der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) festgelegt.

Im Jahr 2019 übertrug das IOC die Verantwortung für die Organisation und Durchführung von Anti-Doping-Tests bei den Olympischen Spielen an eine spezialisierte unabhängige Behörde: die Internationale Kontroll-Agentur (ITA). Die ITA ist für das Anti-Doping-Programm der Olympischen Spiele verantwortlich, während das IPC dies direkt für die Paralympischen Spiele überwacht.

Bei jeder Austragung überwacht das Organisationskomitee die operativen Aspekte der Anti-Doping-Maßnahmen für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Unter der Verantwortung des IOC und IPC finanziert Paris 2024 die Planung und Organisation, stellt Teams, Ausrüstungen und Infrastrukturen bereit, um die Tests und Analysen durchzuführen. Um diese Aufgaben umzusetzen, hat Paris 2024 beschlossen, mit der Französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) zusammenzuarbeiten, einer unabhängigen öffentlichen Behörde, die in Frankreich Maßnahmen zur Bekämpfung von Doping umsetzt.

TEAMS UND INFRASTRUKTUR

Für die Spiele von Paris 2024 werden über 1.000 Personen in den verschiedenen Phasen der Anti-Doping-Maßnahmen involviert sein. Etwa 800 werden als Begleitpersonen agieren, um Athletinnen und Athleten über ihre Tests zu informieren und sie während des gesamten Prozesses zu begleiten.

Jeder Wettkampfort wird mit einem speziellen Raum für die Anti-Doping-Kontrolle ausgestattet sein, in dem etwa 360 Personen Proben von den Athletinnen entnommen und die eingehaltenen Vorschriften sichergestellt werden. Die französischen und internationalen Personen, ausgewählt durch die AFLD, sind alle im Bereich Anti-Doping-Kontrollen geschult und viele von ihnen haben bereits für nationale Anti-Doping-Agenturen gearbeitet. Paris 2024 wollte die Kapazitäten der unterstützenden Helfer*innen in Frankreich stärken und hat ein Schulungsprogramm mit der ITA und AFLD organisiert, um die Anzahl der Fachkräfte für die Probenentnahme zu erhöhen. Dies trägt nicht nur während der Spiele zur optimalen Durchführung bei, sondern wird auch über die Spiele hinaus einen positiven Beitrag zur Expertise im Kampf gegen Doping in Frankreich leisten.

Nach der Probenentnahme ist Paris 2024 dafür verantwortlich, sie an die Labore zur Analyse zu übermitteln. Das einzige von der Welt-Anti-Doping-Agentur akkreditierte Labor in Frankreich, das Laboratoire Antidopage Français (LADF), wurde ausgewählt, um die menschlichen Proben zu analysieren, während das Laboratoire des Courses Hippiques (LCH), von dem Internationalen Pferdesportverband (FEI) anerkannt, die Pferdeproben sammeln wird.

Um auf den Anstieg des Analysenvolumens während der Olympischen und Paralympischen Spiele optimal vorbereitet zu sein, verdreifacht das französische Anti-Doping-Labor seine Teams auf 120 Personen. In Bezug auf die Ausrüstung während dieses Zeitraums, wird Thermo Fisher Scientific, ein offizieller Unterstützer der Paris2024-Spiele, die zusätzliche Ausrüstung bereitstellen, die für die Lagerung der im Rahmen der Anti-Doping-Kontrollen gesammelten Proben erforderlich ist, sowie die Instrumente zur Probenanalyse.

PRÄVENTION UND AUFKLÄRUNG

Zusätzlich zu den Anti-Doping-Kontrollmaßnahmen stellt Paris 2024 den Athletinnen und Athleten eine Vielzahl von Bildungsmaterialien zur Verfügung. An jeder Anti-Doping-Kontrollstation werden Poster und Informationsmaterialien präsentiert, um über die Anti-Doping-Regelungen und Rechte zu informieren. Paris 2024 sensibilisiert zudem alle Freiwilligen durch spezielle Schulungen für die Bekämpfung von Doping.

Darüber hinaus setzt Paris 2024 sich das Ziel, auch die jüngeren Generationen über die Dopingbekämpfung zu informieren. Dies geschieht durch die Bereitstellung von Inhalten an das französische Bildungspersonal über die Plattform Generation 2024. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, aktiv zur Entwicklung einer gemeinsamen Kultur für sauberen Sport beizutragen.