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Berlin 1936

Olympic Games Berlin 1936

Berlin 1936Die Fackel

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(GETTY IMAGES)

Routenplanung und Details

Im Mai 1934 gab das Internationale Olympische Komitee seine Zustimmung zu der Idee, eine Flamme von Griechenland nach Berlin zu transportieren. Die Idee stammte von Carl Diem, dem Generalsekretär des Organisationskomitees für die Spiele der XI. Olympiade.

Die Route führte durch die Hauptstädte der jeweiligen Länder.

Bei diesem ersten olympischen Fackellauf am 20. Juli 1936 in Olympia war es bereits ein Parabolspiegel, der die Sonnenstrahlen bündelte, die zum Entzünden der Flamme genutzt wurden. Baron Pierre de Coubertin richtete eine Botschaft an die Fackelträger und wünschte ihnen einen angenehmen Lauf. Zeitgleich mit der Zeremonie in Olympia fanden auch in Berlin vor dem Rathaus Feierlichkeiten statt.

Entlang des Weges der Flamme nach Berlin wurden in den Zwischenstädten Zeremonien und Festivitäten zu ihren Ehren abgehalten. So fand in Athen eine Zeremonie in Anwesenheit des Königs im Panathinaiko-Stadion statt, einer Sportarena, in der 1896 die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit stattgefunden hatten. In Budapest wurde die Flamme auf dem Heldenplatz, vor dem Grab des Unbekannten Soldaten, entzündet. Am 1. August 1936 erreichte der Staffellauf Berlin. Vor der Eröffnungsfeier wurde mit der Flamme ein Kessel entzündet, der für die gesamte Dauer der Spiele im Lustgarten im Stadtzentrum brannte.

Am 2. August wurde eine Flamme davon im Olympiastadion entzündet. Sie kam am nächsten Tag nach einem Staffellauf von 347km mit 347 Fackelträgern in Kiel an. Sie brannte auf einem Boot in der Stadtbucht, wo die Segelwettbewerbe stattfanden.

Am 7. August wurde eine weitere Flamme am Kessel im Olympiastadion entzündet und nach Grünau getragen, dem Austragungsort der Ruder- und Kanuwettbewerbe. Einhunderteinundneunzig Läufergruppen, bestehend aus je einem Fackelträger und zwei Betreuern, liefen nacheinander über 37km.

Karte der Route

Berlin-1936-map
(IOC)

Fakten und Zahlen

Start: 20. Juli 1936, Olympia (Griechenland)

Ende: 1. August 1936, Olympiastadion, Berlin (Deutschland)

Erster Fackelträger: Konstantinos Kondylis

Letzter Fackelträger: Fritz Schilgen

Anzahl der Fackelträger: 3075 (ohne Berlin-Kiel- und Berlin-Grünau-Staffeln): 1108 in Griechenland, 238 in Bulgarien, 575 in Jugoslawien, 386 in Ungarn, 219 in Österreich, 282 in der Tschechoslowakei, 267 in Deutschland.

Rekrutierung der Fackelträger: Jedes Nationale Olympische Komitee der durchquerten Länder war für die Auswahl der Fackelträger in seinem jeweiligen Gebiet verantwortlich.

Entfernung: 3075km (ohne die Staffeln Berlin-Kiel und Berlin-Grünau): 1108km in Griechenland, 238km in Bulgarien, 575km in Jugoslawien, 386km in Ungarn, 219km in Österreich, 282km in der Tschechoslowakei, 267km in Deutschland.

Besuchte Länder: Griechenland, Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, Österreich, Tschechoslowakei, Deutschland

Details der Fackel

Beschreibung: Auf dem Griff sind die Staffellaufstrecke und die olympischen Ringe, gekrönt von einem Bundesadler, eingraviert, sowie die Aufschrift: "Fackel Staffel Lauf Olympia Berlin 1936". Der Fuß trägt die Aufschrift: "Organisations-Komitee für die XI. Olympiade Berlin 1936 Als Dank dem Träger".

Farbe: Silber

Höhe: 28cm (Stütze), ~70cm insgesamt

Materialien: Stahl

Brennstoff: Magnesiumrohr, brennbare Paste. Die Brenndauer beträgt mindestens 10 Minuten.

Designer / Hersteller: Carl Diem, Walter E. Lemcke / Friedrich Krupp AG

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(IOC)

Wussten Sie schon?

In Jugoslawien zeigten auf ca. 25km einige Fackeln Schwächezeichen und drohten vor dem Ende der vorgesehenen Brenndauer zu erlöschen. Um kein Risiko einzugehen, wurden die Fackelträger mit dem Auto schneller zur nächsten Etappe gebracht. Die Flamme kam ohne Probleme und vorzeitig in Jagodina an, wo sie am Brennen gehalten wurde, bevor sie ihre Reise zur vorgesehenen Zeit fortsetzte.

Der Kessel im Berliner Olympiastadion hatte die Form eines Dreibeins nach altgriechischem Vorbild und war etwa 2,20 Meter hoch.

Dieser erste Staffellauf war ein Publikumserfolg und Gegenstand der Berichterstattung durch die Presse, den Rundfunk und das Team, das den Offiziellen Film der Spiele drehte.

Vor dem ersten olympischen Fackellauf brannte bei den Sommerspielen in Amsterdam 1928 und Los Angeles 1932 ein symbolisches Feuer auf der Spitze eines Turms. Diese Feuer wurden jedoch nicht in Olympia entzündet oder in einem Staffellauf getragen.

Die Idee, eine Fackel zum Transport der Flamme zu verwenden, war nicht sofort zwingend. Das Organisationskomitee, das sich von antiken Methoden inspirieren ließ, dachte zunächst daran, die Flamme in Bündeln aus Narthexstängeln zu konservieren, die von einem mediterranen Baum stammen, dessen Verbrennung dafür bekannt ist, langsam zu erfolgen. Aus praktischen Gründen wurde schließlich die Verwendung von Fackeln bevorzugt. Da keine auf dem Markt erhältliche Fackel die geforderten Kriterien erfüllte, machte sich das Organisationskomitee an die Herstellung einer spezifischen Fackel.

Als Reserveflamme wurde eine Laterne verwendet, die dem Staffellauf mit dem Auto folgte.

Berlin
1936

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