World Wildlife Day - Tierliebende Athlet*innen

03.03.2023 World Wildlife Day - wir stellen tierliebende Athlet*innen vor: Laura Muirs liebt ihre Ruhetag-Safaris, Eliud Kipchoges läuft mit Zebras um die Wette, Shaun White einzigartige Hai-Begegnung und noch mehr kuriose Zusammentreffen

4 minVon Jo Gunston
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(2007 Getty Images)

„Wow, du bist den Löwen dieses Mal sehr nahe gekommen“, kommentierte im letzten Jahr die zweimalige Olympiateilnehmerin Gabriela Debues-Stafford unter einen Instagram-Post der britischen Athletin Laura Muir.

„Ja, wir hatten wirklich Glück“, antwortete die Olympische Silbermedaillengewinnerin unter diesem Post. Das Bild zeigt einen Löwen, der sich auf dem Gras im Krüger-Nationalpark räkelte, wo Muir an einem Trainingsruhetag und bei warmem Wetter in Südafrika auf Safari gegangen war.

Nicht jede*r würde sich glücklich schätzen, Löwen so nahe zu sein, aber auch nicht jede*r ist liebt Tiere so sehr wie Muir, die Silber beim 1500-Meter Lauf in Tokio 2020 gewann.

Wenn am 3. März 2023 eine Königin des World Wild Day gewählt werden würde - dann würde es sicherlich Tierärztin Muir werden. Die studierte Tierärztin kam nur zufällig zum Laufsport. Bei einem Pressetermin vor der Birmingham Diamond League 2018 erzählte sie: „Ich ging zur Universität, weil ich Tierärztin werden wollte, zu der Zeit war das Laufen nur ein Hobby. Ich wusste einfach, dass es mir wirklich Spaß machte. Meine Karriereziel war immer Tierärztin zu werden, es kam einfach so, dass das Laufen wirklich gut lief.“

Auf ihrem Weg zur professionellen Läuferin erzielte sie viele Siege und Auszeichnungen, darunter WM-Bronze und zwei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften. Die Wintertrainingslager in Südafrika boten ihr die Gelegenheit, ihrer primären Leidenschaft zu folgen.

„Ich bin sehr glücklich, so erstaunliche Wildtiere gesehen zu haben“, sagte sie über das diesjährige Trainingslager im Dezember. Sie zeigte auch viele Aufnahmen von Leoparden, die am Straßenrand spazieren gingen, Riesenflusspferden, Elefantenfamilien und einem noch näheren Löwen als dem auf dem Foto, wo Debues-Stafford ein Kommentar hinterließ.

Wilder Morgenlauf

Kenias legendärer Langstreckenläufer Eliud Kipchoge, der in Kaptagat mit vielen professionellen Langstreckenläufern trainiert, machte mit seiner Familie einen Ausflug in das Maasai Mara Game Reserve und ging natürlich laufen. Es war allerdings ein Lauf wie kein anderer.

„Wie Sie im Video sehen können“, sagte der zweimalige Olympiasieger, 10-facher Marathon-Champion und die erste Person in der Geschichte, die eine 42,195 km (26,2 Meilen) lange Distanz in weniger als zwei Stunden lief, „traf ich einige wunderschöne Zebras und Gnus während meines speziellen Morgenlaufs da draußen.“

Vorsicht, auf der Straße und im Wasser

Die zweimalige Winterolympionikin Jessica Yeaton dachte vielleicht, dass sie kaum mehr gefährlichen Tieren zu Gesicht bekommen würde, seitdem sie nicht mehr in ihrer Heimat Australien lebte, da sie in Alaska als Langläuferin trainierte. Doch da hatte sie sich getäuscht.

Vor dem Start in Peking 2022 erzählte sie den Reportern: „Vor zwei Jahren war ich mit meinem Freund als Trainingseinheit Radfahren - dabei trafen wir zwei Grizzlybären, beide standen auf ihren Hinterbeinen auf und grunzten uns an.“

„Ich dachte, das wäre das Ende - (aber) wenn du in Alaska bist und diese Geschichte anderen Athlet*innen erzählst, bekommst du oft zu hören: „Oh ja, ist mir auch passiert!“

Ein weiterer Athlet, der gefährliche Wildtiere hautnah erlebt, wenn auch diesmal kontrollierter, ist der Snowboarder Shaun White. Der Amerikaner ist dreimaliger Olympiasieger in der Halfpipe und 13-facher Gewinner der Winter X Games, er fuhr mit den renommierten Experten Ocean Ramsey und Juan Oliphant auf eine Haiexpedition, um Tigerhaie zu beobachten, allerdings ohne schützenden Käfig.

„Ich hätte nie gedacht, mit Tigerhaien im Wasser zu schwimmen... Aber meine Freundin ging zuerst rein, also war ich gezwungen, ihr zu folgen und auch einzusteigen“, schrieb er unter seinen Post, gefolgt von einem lachenden Emoji.

„Ich bin so froh, dass ich es getan habe. Diese Erfahrung zerstörte völlig meine bisherige Meinung, dass Haie bösartige Mörder sind. Sie waren so ruhig und friedlich.“

Unter tierischer Beobachtung

Einige tierische Gäste kamen auch häufig zu den Wettkämpfen. Giraffen hielten eine Pause ein beim Kenya Open Golfturnier Hof, Alligatoren, die Golfplätze beobachten und viele mehr. Sportler*innen und Wildtieren koexistieren meist in Harmonie, aber wir Menschen müssen auch wissen, wann wir einen Schritt zurücktreten sollten und die Wildtiere in Ruhe lassen sollten.

Am 26. August 2022 sahen sich die Gärtner des Skukuza Golf Club, welcher sich in Südafrikas größtem Wildreservat befindet, dem Krüger-Nationalpark, einigen Gefahren ausgesetzt – vier Löwen und 20 Hyänen fraßen eine Giraffe, die auf beim dritten Loch zu Fall gebracht wurde.

Der Clubdirektor Jean Rossouw beschrieb den Alltag auf dem selbsternannten „wildesten Platzes der Welt“ so: „Wir machen immer eine frühmorgendliche Tour über den Platz, um sicherzustellen, dass alle unsere Übernachtungsgäste weg sind und dass es für unsere Mitglieder und Gäste sicher ist, abzuschlagen“.

  • Der World Wildlife Day ist ein internationaler Tag der Vereinten Nationen, um alle wilden Tiere und Pflanzen der Welt zu feiern, sowie den Beitrag, den sie zu unserem Leben und für den ganzen Planeten leisten. Weitere Informationen finden Sie hier.
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