Valentinstag - Vier olympische Liebespaare, deren Romanzen bei den Olympsichen Spielen entflammten

Vier Olympische Liebesgeschichten: Das britische Radsportpaar, das David Beckham in den Schatten stellte, der kolumbianischen BMX-Fahrer, der wieder mehr Zeit für den Abspüldienst hat, die Basketballerin, die ihre große Liebe beim Fotoshooting kennenlernte und die spanischen Athlet*innen, die eine Verletzung zusammen brachte.

4 minVon Jo Gunston
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(2016 Getty Images)

Auf dem Weg zum romantischsten aller Austragungsorte der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele - Paris 2024 - werfen wir heute am Valentinstag einen Blick auf die olympischen Sportpaare. Darunter ein Paar, dass sogar David Beckham in den Schatten stellte.

Laura Kenny und Jason Kenny

Sogar David Beckham trat in den Schatten, als sich die Medien auf die geheime Liebesgeschichte von Laura Trott und Jason Kenny in London 2012 stürzte. Die britischen Bahnradfahrer*innen besuchten in ihrer Freizeit ein Beachvolleyballturnier, nachdem sie jeweils zwei Goldmedaillen bei den Bahnradrennen gewonnen hatten. Das bliet natürlich von den Fotograf*innen nicht unentdeckt, besonders der Kuss zwischen den beiden, die direkt hinter dem berühmten Fußballer saßen.

Ohne die globale Ikone, das Spiel und in der Tat alles andere als einander zu bemerken, wurde ihre geheime Beziehung aufgedeckt. Die Abbildung des romantischen Kusses erschien auf vielen Titelseiten der Zeitungen. Das Paar gab zu, dass sie ihre Beziehung unter Verschluss halten wollten, um sich auf ihre Heimspiele zu konzentrieren. Da kam ihnen die Presse zu vor. Beckham spielte bei dieser Liebesgeschichte nur eine Nebenrolle, aber war bildlich immer mit dabei.

Trott und Kenny sind nun verheiratet und haben einen kleinen Sohn, Albie und das zweite Kind ist bereits auf dem Weg. Jason beendete seine Karriere als erfolgreichster britischer Olympiateilnehmer aller Zeiten mit sieben Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen zwischen 2008 und 2021. Laura (Trott) Kenny hat ein Auge auf Paris geworfen und möchte weitere Medaillen zu ihren bisherigen fünf Gold Siegen und einem zweiten Platz bei den Olympischen Spielen hinzufügen.

(2012 Getty Images)

Sue Bird und Megan Rapinoe

Dieses Paar lernten sich in einer besonderen Situation kennen, nämlich bei einem Fotoshooting des Team USA für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Trotz Megan Rapinoes selbst etwas flachen Witz, als sie Sue Bird in ihrem Basketballoutfit sah und fragte, „bist du unterwegs zu einem Spiel?“, trafen sich die beiden nach den Olympischen Spielen in Seattle, Washington, wo zufällig beide lebten. Heute ist das Paar verlobt.

Ein wahres Power-Paar, auch außerhalb des Spielfeldes! Rapinoe ist mit zwei Weltmeistertiteln und olympischen Gold- und Bronzemedaillen eine der erfolgreichsten American-Football-Spielerinnen aller Zeiten. Auch Bird hat mehrere Meisterschaften im Basketball und fünf olympische Goldmedaillen gewonnen - ebenfalls setzen sich die beiden lautstark im Kampf gegen Ungerechtigkeiten in der Welt ein.

Nachdem Bird ihren fünften olympischen Titel gewonnen hatte, konnte Rapinoe ihren Stolz nicht zurückhalten - das Foto des feiernden Paares war eines der ikonischen Momente von Tokio 2020.

Mariana Pajon und Vincent Pelluard

Als der Kolumbianer Vincent Pelluard sich nach seiner Teilnahme an seinen ersten und einzigen Olympischen Spielen – Tokio 2020 – vom BMX-Rennsport zurückzog, erhielt der in Frankreich geborene Fahrer eine Auszeichnung von einem Star der BMX-Welt, genauer gesagt von seiner Frau und zweimaligen Olympiasiegerin Mariana Pajon. Sie ehrte ihn mit diesen Worten, da er als erster kolumbianischer Athlet die Teilnahme an den Olympischen Sielen erreicht hatte:

„Es waren Jahre, in denen wir ein Leben mit Höchstleistungen geteilt haben. Du bist meine größte Motivation, weil du immer da bist, um mich dazu zu bringen, mehr als 100% zu geben, um meine Tränen zu trocknen und um mir zu verdeutlichen, dass man in jedem Training noch besser sein kann. Auch auf jedem Familienausflug, bei dem wir uns weiter vorbereiten mussten, während die anderen sich ausruhten und das alles hat sich gelohnt.“

Pajon dankte ihrer anderen Liebe, dem BMX-Sport, dafür, dass sie dabei ihren Mann kennengelernt hat: „BMX hat mir eines der schönsten Geschenke meines Lebens gemacht, meinen Mann.“ Sie sind seit 2013 zusammen und haben 2017 geheiratet.

„In diesem Kreislauf, den du heute schließt, erfüllen wir uns als Familie viele Träume, von nationalen und internationalen Rennen bis hin zu den Olympischen Spielen – außerdem wird jetzt jemand etwas mehr Zeit haben, Geschirr zu spülen“, lachte Pajon.

Irina Rodríguez und Ander Mirambell

Diese beiden Olympioniken trafen sich nicht in einer Bar, sondern an einem von Sportler*innen häufig aufgesuchten Ort – bei der Physiotherapie. Spaniens erster Skeleton-Athlet im Eiskanal, Ander Mirambell, suchte eine*n Physiotherapeut*in und ihm war die ehemalige Synchronschwimmerin Irina Rodríguez empfohlen worden. Der Silbermedaillengewinnerin von Peking 2008 hatte sich nach ihrem Rücktritt auf die Physiotherapie spezialisiert und umgeschult - ein Zufall des Schicksals, dass beide aufeinander trafen.

Rodríguez konnte die Leidenschaft ihres Patienten für den Sport verstehen, was auch sie inspirierte und sie in Erinnerungen schwelgen ließ: „Nachts träumte ich wieder davon, die Schritte meiner Choreografie zu üben.“

Die beiden haben jetzt einen Sportkanal auf YouTube und Twitch gestartet, der passenderweise AguaconhieloTV genannt wird – Wasser mit Eis.

Die Olympischen Spiele von Paris 2024 werden vom 26. Juli bis 8. August 2024 stattfinden.

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