Foto von IHF / kolektiff /Sasa Pahic Szabo
Die deutschen Handball-Frauen fahren zu den Olympischen Spielen in Paris. Beim Qualifikationsturnier in Neu-Ulm gewann das DHB-Team mit einem 28:24 (11:7) gegen Montenegro auch das zweite Spiel. Nach der anschließenden Niederlage Paraguays gegen Slowenien war die Olympia-Teilnahme perfekt. Deutschland war im Viererturnier nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. Damit sind in Paris erstmals seit Peking 2008 wieder beide deutschen Handball-Mannschaften am Start.
In der jüngeren Vergangenheit hatten die deutschen Frauen gegen die Montenegrinerinnen desöfteren Probleme. Auch in Neu-Ulm tat sich die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch zunächst schwer gegen die gegnerische Abwehr, was zum Teil der Nervosität geschuldet war. Keeperin Filter, die bereits gegen Slowenien zur Spielerin des Spiels gewählt wurde, erwies sich zum Glück von Beginn an wieder als starker Rückhalt. So überstand das DHB-Team die etwas holprige Anfangsphase unbeschadet und führte nach zehn Minuten mit 3:2.
Dennoch kam die deutsche Offensive noch nicht richtig ins Rollen. Filter aber lief zur Höchstform auf und hatte nach 15 Minuten eine Quote von 63 Prozent gehaltener Bälle. Die Einwechslung der zuletzt angeschlagenen Alina Grijseels verlieh dem Angriff etwas mehr Sicherheit, nach 20 Minuten hieß es 7:3. Montenegro riskierte nun mehr, zugleich leisteten sich die deutschen Frauen weiterhin Fehlwürfe und konnten trotz einer überragenden Abwehrleistung noch nicht davonziehen. Mit 11:7 ging es in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schaltete die deutsche Mannschaft auf dem Weg Richtung Paris in den höchsten Gang. Filter hielt hinten alles, vorne verwandelten ihre Mitspielerinnen ihre Würfe. Schnell stand es 15:7. Angetrieben von den 4.000 Zuschauern ließ sich das deutsche Team nun nicht mehr aufhalten. Über 18:10 nach 40 und 24:16 nach 50 Minuten ging es in die Schlussphase.
Montenegro hielt trotz des deutlichen Rückstands weiter dagegen, und der EM-Dritte von 2022 kam noch auf einmal auf vier Tore heran. Der verdiente Sieg der deutschen Frauen geriet aber nicht mehr in Gefahr.
Das zweite Ticket in dieser Gruppe sicherte sich am Sonntag Slowenien durch einen 30:26-Erfolg gegen Montenegro.
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