Olympische Spiele Paris 2024

Handball bei Paris 2024: Deutsche Frauen unterliegen Schweden, starke Zweite Halbzeit als Mutmacher

Von Andreas Kloo
3 min|
Deutschland Schweden Handball Frauen

Foto von 2024 Getty Images

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat auch das zweite Spiel bei den Olympischen Spielen Paris 2024 verloren.

In der Süd Paris Arena unterlag man Schweden mit 28:31 (12:19).

Beim olympischen Turnierauftakt am Donnerstag hatte sich das deutsche Team mit 22:23 gegen die Republik Korea geschlagen geben müssen.

Der Auftritt gegen die Skandinavierinnen in der Zweiten Halbzeit, die das deutsche Team mit 16:12 für sich entschied, macht aber Hoffnung für die kommenden Begegnungen.

Trotz der beiden Niederlagen ist das Erreichen des Viertelfinals weiterhin möglich.

Für den Einzug in die K.o.-Runde müssen die DHB-Frauen in ihrer Sechser-Gruppe zwei Mannschaften hinter sich lassen.

Da Slowenien mit einem 30:23-Sieg gegen die Republik Korea Schützenhilfe leistete, wäre mit einem deutschen Erfolg in der nächsten Partie wieder alles im Lot.

Am Dienstag um 9 Uhr trifft die deutsche Mannschaft auf die Sloweninnen, die sie im Rahmen der Olympia-Qualifikation im April in Neu-Ulm besiegen konnten.

Gegen den WM-Vierten aus Schweden hielt das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch bis zum 4:4 in den ersten fünf Minuten mit.

Danach spielte der starke schwedische Rückraum seine Klasse aus. Die deutschen Torhüterinnen Katharina Filter und Sarah Wachter, die nach 16 Minuten in die Partie kam, waren gegen die Würfe machtlos.

Die deutschen Spielerinnen dagegen waren wie schon gegen Südkorea im Angriff nicht konsequent genug und scheiterten oft an der schwedischen Keeperin Johanna Bundsen.

Eine Statistik nach 11 Minuten legte alles offen: die Schwedinnen wiesen eine Chanceneffektivität von 80 Prozent auf, bei den Deutschen standen 45 Prozent zu Buche.

8:5 stand es zu diesem Zeitpunkt für Schweden.

In der Schlussphase der ersten Hälfte kamen Emily Bölk und Xenia Smits im Angriffsspiel zwar in Schwung, doch auf der Gegenseite war gegen den schwedischen Rückraum weiter kein Kraut gewachsen.

Mit 12:19 ging es in die Pause.

Zweite Halbzeit: Deutschland riskiert nochmal alles

In den ersten Minuten nach der Halbzeit riskierten die deutschen Frauen nochmal alles mit einem ständigen 7 vs. 6 bei eigenem Ballbesitz. Da sie auch in der Abwehr aggressiver zu Werke gingen, verkürzten sie zumindest auf fünf Tore Abstand.

Eine Zwei-Minuten-Strafe für Schweden ließ weiter Hoffnung aufkeimen, 20:24 hieß es nach 45 Minuten.

Beachhandball-Weltmeisterin Filter zeigte sich nun verbessert, sie parierte einige schwedische Würfe und half damit ihren Vorderleuten in dieser wichtigen Phase.

Bei 24:28 nach 54 Minuten und schwedischer Unterzahl schien das Unentschieden tatsächlich möglich. Die erst 20-jährige Viola Leuchter setzte sich drei Minuten vor Schluss machtvoll durch: 26:29.

Ein verwandelter Siebenmeter der Schwedinnen machte aber alles klar. Leuchter setzte schließlich den letzten Treffer zum 28:31-Endstand aus deutscher Sicht.

Für Kapitänin Emily Bölk zeigte die zweite Halbzeit den "Charakter des Teams. Wir können aufstehen und kämpfen. Das ist etwas, was wir für die kommenden Spiele mitnehmen müssen. Es wird nicht leichter, umso wichtiger wird es Punkte zu holen."

Related content