Olympische Spiele Paris 2024

Frauenfußball bei Paris 2024: Deutschland - USA, die 5 größten Duelle

Von Andreas Kloo
3 min|
Deutschland USA 2003

Foto von Bongarts

Der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft steht heute eine echte Bewährungsprobe bevor.

Um 21 Uhr trifft das Team von Bundestrainer Horst Hrubesch in Marseille auf die USA.

Lea Schüller ist sich sicher: "Das ist auf jeden Fall der stärkste Gruppengegner. Das wird ein Brett.“

Wie die DFB-Frauen gewannen auch die US-Girls ihr Auftaktspiel mit 3:0. Die Partie gegen Sambia war nach Toren von Trinity Rodman und Malllory Swanson (2) bereits nach 25 Minuten entschieden.

Der Blick in die Historie zeigt: die USA sind im Frauenfußball eine absolute Macht.

Nur sechs der bislang 38 Duelle konnten die deutschen Frauen gewinnen. Doch einer dieser Siege führte zu einem Titel.

Olympics.com blickt auf die wichtigsten fünf Duelle:

1. WM 1991: USA weit voraus

Bei der ersten Frauen-WM in China traf man im Halbfinale aufeinander. Deutschland war gerade zweimal in Folge Europameister geworden, doch der Unterschied zu den Amerikanerinnen, die bereits unter Profi-Bedingungen spielten, war enorm. Nach 32 Minuten hieß es 3:0 für die USA, am Ende 5:2.

Eine Niederlage, die zeigte: Dem deutschen Frauenfußball steht noch viel Arbeit bevor.

2. WM 1999: USA hat einen Superstar

Acht Jahre später war das DFB-Team schon eine Entwicklungsschritte weiter. Mit zwei weiteren Europameister-Titeln im Rücken ging es zur WM in die USA. Im Viertelfinale traf das Team von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer auf die Gastgeberinnen.

Und diesmal konnte man den US-Girls lange Paroli bieten. Zweimal führte Deutschland sogar. Doch Superstar Mia Hamm und die amerikanische Stärke bei Standards entschieden die Partie zugunsten der USA. 3:2 hieß es am Ende.

3. WM 2003: Deutscher Sieg Richtung Titel

Aber aus dieser Niederlage hatte Deutschland etwas gelernt und setzte es beim nächsten Aufeinandertreffen vier Jahre später in die Tat um. Wieder fanden die Weltmeisterschaften in den USA statt. Im Halbfinale kam es zum Duell mit den Gastgeberinnen. Und diesmal zeigten die deutschen Frauen alles, was die US-Girls ihnen vorgemacht hatten.

Kopfballstärke, taktische Diszipliniertheit und mit Birgit Prinz hatte das DFB-Team nun auch einen kommenden Superstar in ihren Reihen. Prinz traf in Portland einmal, ebenso Kerstin Garefrekes und Maren Meinert. Im Tor war Silke Rottenberg nicht zu überwinden. Nach dem 3:0-Erfolg sprach die Fußballwelt von einem Machtwechsel. Das DFB-Team manifestierte dies mit dem Gewinn des Weltmeistertitels im Finale gegen Schweden durch das Golden Goal der heutigen DFB-Sportdirektorin Nia Künzer.

Nia Künzer erzielt ihr legendäres Golden Goal im WM-Finale 2003 gegen Schweden

Foto von 2003 Getty Images

4. Athen 2004: USA zerstören Gold-Traum

Es war kein dauerhafter Machtwechsel. In Athen 2004 schlugen die Amerikanerinnen im Halbfinale zurück. Deutschland fand schwer in die Partie, lag nach einem Fehler von Rottenberg mit 0:1 zurück. Isabell Bachor rettete Deutschland in die Verlängerung, wo O’Reilly den deutschen Goldtraum zerstörte.

5. WM 2015: USA wieder stärker

Auch im WM-Halbfinale von Montreal waren die Amerikanerinnen zu stark für das deutsche Team. Celia Sasic hätte Deutschland zwar in Führung bringen können, vergab aber einen Elfmeter.

So sicherte sich die USA den 2:0-Sieg.

Und 2024?

Die USA haben in den vergangenen Jahren ihre Vormachtstellung verloren. Nach dem Gewinn des WM-Titels 2019, bei dem Megan Rapinoe und Alex Morgan herausragten, zog die internationale Konkurrenz nach.

Kanada gewann bei Tokio 2020 Olympia-Gold. Spanien ist als amtierender Weltmeister die neue Nummer eins.

Doch die USA haben nun neue hungrige, hochtalentierte Spielerinnen in ihren Reihen. Die Ära Alex Morgan ist vorbei, Trinity Rodman ist ins Scheinwerferlicht getreten.

Es wird wieder eine richtig schwere Aufgabe für die deutschen Frauen.

Deutschland - USA live im TV

Die Partie können Sie ab 21 Uhr live auf ZDF oder bei Eurosport verfolgen.

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