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Als Gastgeberland und amtierender Olympiasieger ist Frankreich einer der Favoriten für das Handballturnier in Paris 2024. Sowohl die Herren- als auch die Damenmannschaft haben ihre Teilnahme an den Spielen bestätigt, aber wie können sich ihre Gegner zwei Jahre vor Beginn des Turniers qualifizieren?
Das Stade Pierre-Mauroy ist der Austragungsort, an dem die französischen Herren- und Damenteams versuchen werden, ihre olympischen Titel vor heimischem Publikum in Paris 2024 zu verteidigen.
Als Gastgeberland sind Frankreichs Quotenplätze gesichert, doch die übrigen Nationen, die sich qualifizieren wollen, müssen den vom Internationalen Handballverband (IHF) festgelegten Weg beschreiten. Der Qualifikationsprozess wird ähnlich ablaufen wie in Tokio 2020, wobei die Weltmeisterschaften, Kontinentalmeisterschaften und Olympia-Qualifikationsturniere ausschlaggebend dafür sind, welche Mannschaften die Möglichkeit haben werden, Frankreich bei den Olympischen Spielen im eigenen Land zu entthronen.
Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Qualifikationssystem für den Handball in Paris 2024.
Die Turniere der Damen und Herren werden jeweils 12 Mannschaften umfassen, so dass pro Geschlecht 168 Athleten antreten werden (14 pro Mannschaft).
Als Gastgeberland hat Frankreich Anspruch auf jeweils einen Quotenplatz für die Turniere der Damen und Herren.
Außerdem sichern sich die Mannschaften, die bei den Weltmeisterschaften die Goldmedaille gewinnen, ihren Quotenplatz bei den Spielen. Die Weltmeisterschaften der Damen und Herren finden beide 2023 statt, die der Herren im Januar und die der Damen im Dezember. Wenn Frankreich gewinnt, qualifizieren sich die Silbermedaillengewinner für die Spiele.
Bei den kontinentalen Qualifikationswettbewerben qualifizieren sich vier Mannschaften pro Geschlecht (eine pro Region). Die Sieger der jeweiligen Turniere in Asien (einschließlich Ozeanien), Afrika und Europa qualifizieren sich direkt für Paris. Auf dem amerikanischen Kontinent qualifiziert sich die bestplatzierte Mannschaft der Panamerikanischen Spielen, die Nordamerika, die Karibik sowie Mittel- und Südamerika umfasst.
Die 12 verbleibenden Quotenplätze - jeweils sechs für Damen und Herren - werden durch die Olympia-Qualifikationsturniere ermittelt, die aus je drei Turnieren für Damen und Herren bestehen.
Das Format des Handballs bei Olympia ist zwar ähnlich wie bei anderen Olympischen Spielen, mit einer Gruppenphase und einer anschließenden K.o.-Phase, aber es ist erwähnenswert, dass fast jeden Tag der Spiele Handballspiele stattfinden werden - und mehr.
Obwohl die Spiele offiziell mit der Eröffnungsfeier am 26. Juli beginnen, werden die Handballspiele bereits zwei Tage früher ausgetragen werden.
Die einzigen Tage, an denen kein Handball gespielt wird, sind der 26. Juli sowie der 10. und 11. August.
Die wichtigsten Termine sind der 8. und 9. August, wenn alle Medaillen bei den Damen und Herren entschieden werden.
Gastgeber Frankreich ist nach seinen Siegen in Tokio 2020 sowohl bei den Damen als auch bei den Herren zweifellos die Mannschaft, die es zu schlagen gilt.
Nikola Karabatic will das Herrenteam zu einer weiteren Goldmedaille führen - seiner vierten bei den Olympischen Spielen -, während es bei den Damen zwei herausragende Spielerinnen gibt, auf die man ein Auge haben sollte: Grace Zaadi (beste Innenverteidigerin in Tokio 2020) und Pauleta Foppa (Mitglied der All-Star-Teams in Tokio 2020 und bei der letzten Weltmeisterschaft).
Doch der Weg zum Ruhm ist nie einfach, und Frankreich wird bei Paris 2024 starke Konkurrenz haben.
Schweden, Spanien und Dänemark dürften mit Namen wie Jim Gottfridsson, Alex Dujshebaev, Niklas Landin und Mikkel Hansen in ihren jeweiligen Nationalmannschaften ebenfalls eine Herausforderung darstellen.
Bei den Damen gilt Norwegen mit Weltklassespielerinnen wie Stine Bredal, Katrine Lunde (die Top-Scorerin in Tokio 2020) und Kari Brattset als einer der Favoriten für die nächsten Olympischen Sommerspiele.
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