Olympische Spiele Paris 2024

 DBB-Teams bringen sich in Stellung: Basketball-Damen besiegen Nigeria - Herren legen gegen kommenden Olympia-Kontrahenten Japan vor

Von Fabian Breuer
13 min|
Franz Wagner setzt sich durch - Deutschland gewinnt das Testspiel gegen Japan in Berlin deutlich

Deutschland im Basketball-Fieber! Vor großartiger Kulisse in der Uber Arena in Berlin stieg am Freitagabend ein großartiges Event für den deutschen Basketball. In einem Double-Header traten zunächst die Basketball-Damen gegen Nigeria an, danach die Herren gegen Japan. Spannend: Beide Gegner sind ab der kommenden Wochen ebenfalls Teil der Olympischen Spielen 2024.

Die Damen reisten ungeschlagen nach Berlin, die Herren hatten nach der Auftaktniederlage in den Vorbereitungmonat gegen Frankreich zwei Siege gefeiert.

Nun ging in eine extrem wichtige Partie. Denn Japan ist bei Paris 2024 der erste Gruppengegner des deutschen Teams. So erwartete die DBB-Auswahl um Dennis Schröder eine echte Generalprobe für den Auftakt ins Olympische Basketballturnier am 27. Juli (ab 19 Uhr).

Sabally-Schwestern an Bord - Brunkhorst und Greinacher im 3x3 Basketball-Aufgebot - Vier neue Athletinnen gegenüber gelungener Qualifikation

Zunächst aber waren die Frauennationalmannschaft gefordert. Am späten Nachmittag traf der endgültige Olympia-Kader (der Anfang der Woche nominiert wurde) auf Nigeria. Das von Bundestrainerin Lisa Thomaidis berufene Aufgebot kam mit vier Änderungen gegenüber der gelungenen Olympia-Qualifikation im Frühjahr daher.

Die langjährige Kapitänin der Auswahl, Svenja Brunkhorst hat sich genau wie Sonja Greinacher für den 3x3 Basketball commited. Beide fehlten also im Kader. Außerdem stehen Jennifer Crowder und Theresa Simon nicht im endgültigen Kader für Paris 2024. Die vier Neulinge gegenüber des gelungenen Olympic Qualifier Tournaments im Februar sind: Romy Bär, Emily Bessoir, Alexis Paterson und Frieda Bühner. Letztgenannte ist die Jüngste im Kader, die 20-Jährige war bis vor wenigen Tagen noch Teil der U 20-Mannschaft, die bei der U 20-EM den vierten Platz belegte.

Die Stars des deutschen Teams, dass in wenigen Tagen die Premiere einer deutschen Frauen-Mannschaft bei Olympischen Spielen gibt, sind Leonie Fiebich und Sabally-Schwestern, Satou und Nyara. Alle drei spielen in Klubs der amerikanischen Profiliga WNBA, Emily Bessoir und Lina Sonntag sind in die College-Mannschaften der erfolgreichsten Basketball-Nation der Welt aktiv.

Der Olympia-Kader der deutschen Basketball-Damen in der Übersicht

  • Romy Bär (Forward, Gisa Lions MBC)
  • Emily Bessoir (Small Forward, 23/24 UCLA/USA)
  • Frieda Bühner (Forward, Movistar Estudiantes/ESP)
  • Leonie Fiebich (Small Forward, New York Liberty/USA)
  • Luisa Geiselsöder (Center, Basket Landes/FRA)
  • Marie Gülich (Center 23/24 Valencia BC/ESP)
  • Alina Hartmann (Guard/Forward, 23/23 BC Namur Capitale/BEL)
  • Alexis Peterson (Point Guard, 23/24 Basket Landes/FRA)
  • Nyara Sabally (Forward/Center, New York Liberty/USA)
  • Satou Sabally (Guard/Forward, Dallas Wings/USA)
  • Lina Sontag (Forward, 23/24 UCLA/USA)
  • Alexandra Wilke (Guard, Rutronik Stars Keltern)

Starkes Schlussviertel bringt den Sieg

Die DBB-Auswahl absolvierte bereits ihr fünftes Spiel in der Olympia-Vorbereitung. Nach zwei Siegen gegen Finnland und zwei weiteren Erfolgserlebnissen gegen Portugal und Polen, absolvierte die von Lisa Thomaidis trainierte Mannschaft am vergangene Sonntag ihr erstes Testspiel gegen einen Olympia-Teilnehmer. Gegen Puerto Rico gab es einen 73:70 Sieg nach Overtime.

Gegen Nigeria erfolgte am Freitag der nächste Härtetest, denn sie Auswahl aus Ostafrika wird ebenfalls an Paris 2024 teilnehmen. Nach anfängliche Schwierigkeiten zeigte deutsche Team erneut eine starke Leistung und gewann mit 77:63 (17:18, 23:13, 13:18, 24:14).

Bemerkenswert: Diese starke Darbietung absolvierte die Mannschaft ohne die Führungsspielerin Nyara Sabally, Satou Sabally und Leonie Fiebich. Das Trio kam stieß erst vor wenigen Tagen zum Team, da sie bis dato noch für ihre Vereinsmannschaften in den USA aktiv waren.

Im folgenden Abschnitt finden Sie den Spielbericht von Deutschland - Nigeria

1. Viertel: 17:18

Deutschland begann das Spiel mit der Starting Five bestehend aus Kapitänin Marie Gülich, Emily Bessior, Luisa Geiselsöder, Marie Peterson und Jennifer Crowder (steht nicht im endgültigen Olympia-Kader).

Nigeria, angeführt von Amy Okonkwo, fand besser ins Spiel. Die ersten Punkte gingen auf das Konto des afrikanischen Olympia-Teilnehmers, auch die erste klare Führung erzielte der Gast - 2:7 nach knapp drei Minuten. Deutschland hatte viele Probleme mit der starken Verteidigung des Teams, das Afrika bei den Olympischen Spielen 2024 vertreten wird. Die physisch auftretenden Nigerianerinnen verpassten es die Führung noch weiter auszubauen, weil die Wurfquote nicht allzu stark war.

Ein wenig Glück für die deutsche Auswahl, die sich bemühte vor der großen Kulisse in Berlin ins Spiel zu finden. Mit fortschreitender Dauer im Auftaktviertel wurde Deutschland dann stärker und kam zur ersten Pause immerhin auf 17:18 heran.

2. Viertel: 40:31 (23:13)

Allerdings erwischte Nigeria auf im zweiten Abschnitt wieder den besseren Start, zog zwischenzeitlich wieder auf Punkte Differenz davon.

Dann aber wurde Deutschland stärker. Angeführt von der bereits in dieser Phase sehr starken Alexis Peterson erspielte sich Deutschland nach einigen Minuten, endlich die erste Führung - 26:24. Nun zog die Mannschaft das schnelle Offensivspiel deutlich besser auf, kam zu den erwünschten einfachen Punkten. So konnten die Schützlinge von Lisa Thomaidis ihre Führung weiter ausbauen. Immer wieder traf Peterson starke Entscheidungen im offensiven Spiel, punkte selbst oder verteilte kluge Pässe (zwölf Punkte, vier Assists zur Halbzeit).

Am defensiven Ende erwies sich Emily Bessoir als Anker und spielte insbesondere unter den Körben (acht Rebounds) sehr stark auf. So erspielte sich Deutschland bis zur Halbzeit eine Neun-Punkte-Führung.

3. Viertel: 53:49 (13:18)

Auch ins dritte Viertel erwischte Deutschland den besseren Start, Luisa Geiselöder erzielte die Punkte im zweiten Versuch, zunächst hatte sie einen Korbleger verpasst, den eigenen Rebound aber aufmerksam verwandelt. Doch Nigeria antwortete stark, erzielte die nächsten sechs Zähler und kam so wieder auf fünf Punkte heran. Emily Bessoir stoppte den Lauf mit ihren ersten Zählern der Partie, belohnte sich so also auch offensiv für ihren bislang so starken Auftritt in der Defensive.

Allerdings ließen die mutigen Gegnerinnen nicht nach, verteilten den Ball immer wieder stark und verkürzten - nur noch 44:41 für Deutschland. Bundestrainer Thomaidis griff zur Auszeit, erinnerte ihr Team insbesondere an die defensive Physis. Mit Erfolg, allerdings verpassten es die bislang so treffsicheren Alexis Peterson und Marie Gülich die Führung per Dreier auszubauen. Lina Sonntag erlöste das Team dann aber mit einem Korbleger nach erneutem Dreierversuch von Peterson, die dann aber endlich zum 48:43 netzen konnte. Angeführt von Amy Okonkwo, die bis zum bisherigen Zeitpunkt bereits 16 Punkte erzielte hatte, blieb Nigeria aber dran und die Bundestrainer griff nach beim Stand von 50:49 kurz vor Viertelende erneut zur Auszeit. Doch auch auch Deutschland hatt eine Top-Scorerin, Alexis Peterson traf einen tollen Dreipunktwurf von weit hinter der Linie und bescherte Deutschland so eine Vier-Punkte-Führung zur letzten Viertelpause.

4. Viertel: 77:63 (24:14)

Team Nigeria wollte sich aber im Schlussviertel nicht abschütten lassen. Nach knapp eineinhalb gespielten Minuten glich man aus, weil Wilke aufmerksam verteidigte, Geiselsöder treffsicher war und Peterson einen traumhaften Pass hinter dem Rücken hervor zauberte, konnte sich Team Deutschland wieder auf vier Punkte absetzen. Murjanatu Musa brachte ihre Mannschaft wieder in Schlagdistanz, Ausgleich 57:57. Doch Deutschland fand die passenden Antworten, Geiselsöder brachte sich mit vier Punkten in Serie (zwei verwandelte Freiwürfe und ein Treffer nach weiterem Assist von Peterson) auf den Boxscore - 65:59.

Peterson war es auch, die die nächsten Punkte erzielte. Der Point Guard des Teams erwischte einen Sahnetag, spielt aber ohnehin eine starke Olympia-Vorbereitung, ihr langer Zweipunktwurf brachte etwa fünf Minuten vor Schluss eine kleine Vorentscheidung. Mit einer wunderschönen Einzelleistung, gekrönt per Treffer mit Foul (Fachsprache: And One), dem anschließenden Freiwurf, machte sie dann auch den Sack zu - 74:59 mit knapp drei Minuten Restspielzeit bedeutete die Vorentscheidung.

Ein starkes zweites Viertel und ein hervorragender Schlussspurt (20:6 in den letzten sieben Minuten) bescherten der Deutschen Frauennationalmannschaft ihren sechsten Erfolg im sechsten Testspiel.

Foto von ´

Die nächsten Spiele: DBB-Damen gegen Großbritannien und USA in London

Die DBB-Auswahl reist nun nach London und wird dort in den nächsten Tagen zwei weitere Testspiele alsolvieren. Zunächst geht es gegen Großbritannien (Sonntag, 21. Juli ab 16 Uhr) und dann zur großen Generalprobe für Paris 2024. Am Dienstag (21. Juli, ab 20 Uhr) trifft die Team Deutschland auf Team USA (live auf ran.de)

Die Stimmen zu Deutschland - Nigeria

(Aus der Übertragung bei MagentaTV)

Emily Bessior: "In Berlin vor der heimischen Kulisse zu spielen, war einfach super. Natürlich war der Sieg wichtig, aber nun auch den Support der Fans zu spüren, ist ein super Erlebnis. Wir sind in den letzten Wochen als Team gewachsen, wir finden immer häufiger in die offensiven Abläufe. Wir hoffen natürlich, dass wir bei den Olympischen Spielen dann in Bestform sind, bis dahin wollen wir uns von Spiel zu steigern."

Marie Gülich: "Ich bin unglaublich stolz auf dieses Team. Obwohl uns so wichtige Spielerinnen noch fehlen, haben wir es heute super gemacht. Wir haben dem Druck vor dieser großartigen Kulisse standgehalten. Nigeria war sehr stark, sehr physisch. Aber genau das brauchen wir als Olympia-Test. Generell ist der heutige Doppel-Header ein tolles Event. Ich freue mich jetzt auch auf das Spiel der Herren. Dass wir hier heute zusammen sind, ist wirklich gut für Basketball-Deutschland."

Boxscore von Deutschland - Nigeria: Überragende Alexis Peterson

*Erklärung: Gesamt (Punkte/Rebounds/Assists)

Deutschland: Alexis Peterson (22/5/8), Marie Gülich (16/2/1), Luisa Geiselsöder (14/7/2)

Nigeria: Amy Okonkwo (16/2/-), Elizabeth Balogun (14/5-), Murjanatu Musa (11/4/3)

Männer: Starkes Spiel gegen Japan

Vorab gab es gleich einmal gute Neuigkeiten aus dem Lazarett. Johannes Thiemann konnte sein erstes Spiel während der Olympia-Vorbereitung alsolvieren. Damit ist der endgültige Olympia-Kader nun komplett. Gegen Japan erwischte die Auswahl des Bundestrainers Gordon Herbert einen ganz starken Tag.

Die DBB-Auswahl dominierte den kommenden Olympia-Gegner über weite Strecken des Spiels und gewann am Ende auch in der Höhe absolut verdient mit 104:83 (27:16, 29:15, 29:25, 19:27).

Im folgenden Abschnitt finden Sie den Spielbericht von Deutschland - Japan

Foto von 2024 Getty Images

1. Viertel: 27:16

Deutschland begann mit der gleichen Starting Five wie gegen die Niederlande: Kapitän Dennis Schröder, Andreas Obst, Franz Wagner, Daniel Theis und Johannes Voigtmann.

Japan lief zu Beginn mit Starspieler Rui Hachimura (ein Mitspieler von LeBron James bei den Los Angeles Lakers), Keisei Tominaga, Hirotaka Yoshii, Yuki Kawamura und Josh Hawkinson auf.

Wenn Deutschland nach den starken Auftritten gegen Frankreich und die Niederlande, eine Sorge hatte, dann der Distanzwurf von Franz Wagner. Nachdem er in seinen ersten beiden Spielen keinen Dreier bei sieben Versuchen traf, beendete er diese Durststrecke nach nur wenigen Sekunden und stellte mit seinem Versuch von der linken Seite auf 3:0. Dreier-Spezialist Andreas Obst legte wenig später nach, der Top-Start ins Spiel war perfekt. Franz Wagner legte kurz danach vier weitere Zähler nach. Doch Japan antwortete und zwar auf typische Weise. Der Asienmeister setzt wie kaum ein weiteres Team auf Distanzwürfe, Starspieler Rui Hachimura verwandelte seine beiden Versuche - plötzlich stand es 10:11.

Doch auch das deutsche Team schien mit Zielwasser ausgestattet, Voigtmann und der zweimal erfolgreiche Obst setzten den Dreierregen fort - Deutschland konterte bei 100-Prozent-Quote (5 von 5 Dreiern) - 19:13. Tolle Kombinationen, vollendet von Dennis Schröder und Isaac Bonga (zwei Treffer) erhöhten auf 25:16. Kurz vor Ende des ersten Viertels durfte sich dann auch Moritz Wagner über seine ersten Punkte freuen, Maodo Lo hatte ihn hervorragend eingesetzt.

2. Viertel: 56:31 (29:15)

Den besseren Auftakt in den zweiten Abschnitt erwischten dann aber die Japaner. Hiejima und Yudai Baba brachten die mit rasantem Tempo spielenden Asienmeister auf sechs Punkte heran.

Doch die zweite Reihe des deutschen Teams (Fachsprache: Second Unit) wehrte sich. Maodo Lo, einer der auffälligsten Spieler der bisherigen Olympia-Vorbereitung, erzielte sechs Punkte in Serie, Bonga reagierte auf einen Abpraller nach Dreierversuch von Moritz Wagner am schnellsten und versenkte zum 35:23.

Bis dato hatte Deutschland die Hälfte seiner Versuche aus dem Zweipunktbereich (neun von 18) und fünf der sechs Dreier verwandelt, Japan griff zur Auszeit. Doch Deutschland gefiel eben nicht nur in der Offensive, sondern auch am anderen Ende des Feldes. Voigtmann und Theis führten die starke Defensive an, besonders bei den Rebounds hatte Deutschland klare Vorteile, griff die vielen Abpraller nach Würfen der Japaner immer wieder ab (29:15 Rebounds zur Halbzeit).

Als Andreas Obst seinen vierten Dreierversuch aus der linken Ecke und unter mächtig Druck von Hiejima, dann auch noch verwandelte, tobte die Halle und die deutsche Bank vor Freude - 44:23.

Bis zur Halbzeit stand die Defensive (nur 15 zugelassene Punkte im Viertel), Franz Wagner punktete fleißig (mit 15 Punkten Topscorer zur Halbzeit) - Deutschland ging mit einer klaren 56:31-Führung in die Pause.

3. Viertel: 85:56 (29:25)

In der ersten Halbzeit hatte sich Dennis Schröder merklich zurückgehalten, das änderte sich mit Beginn des dritten Abschnitts. Ein feines Dribbling endete mit seinem zweiten Treffer, kurz danach legte Franz Wagner nach einem Ballgewinn (Fachsprache: Steal) nach. Inzwischen hatte sich Deutschland eine 30-Punkte-Führung herausgespielt, ein Auftritt der die Träume von Olympischen Medaillen beflügeln dürfte.

Zumal sich Team Deutschland auch nicht auf dieser Führung ausruhte. Franz Wagner (neun Treffer bei 13 Versuchen) und Dennis Schröder (zwei Treffer in Serie) netzten weitere Distanzwürfe, doch auch Japan traf wieder besser - 73:45. Doch nicht nur die Damen hatten am Freitag in Person von Alexis Peterson, einen überragenden Profi in ihren Reihen. Mit einem weiteren Dreier und einer Einzelaktion schraubte Franz Wagner sein Punktekonto 27 Punkte hoch, die bislang beste Ausbeute eines deutschen Spielers in der aktuellen Vorbereitung auf Paris 2024.

4. Viertel: 104:83 (19:27)

Kurz nach seinen teils überragenden "Plays" im dritten Viertel ging Franz Wagner auf die Bank. Stattdessen kam sein älterer Bruder Moritz Wagner auf das Feld und eröffnete schließlich den Punkte-Reigen im letzten Abschnitt.

Kurz danach erzielte dann auch Johannes Thiemann seine verdienten ersten Punkte. Bundestrainer Gordon Herbert hatte den Center bei seinem Comeback dosiert eingesetzt, doch nach insgesamt knapp zehn Minuten Spielzeit brachte Thiemann seinen ersten Abschluss im Ziel unter. In den letzten Minuten betrieben die Japaner noch etwas Ergebniskosmetik, ein dominanter Auftritt der deutschen Mannschaft endete mit einem souveränen Sieg (Fachsprache: Blowout).

Die nächsten Spiele der DBB-Auswahl der Männer

Für die deutsche Männernationalmannschaft steht nur noch ein weiteres Testspiel auf dem Programm. Diese Generalprobe für Paris 2024 ist allerdings ein echter Leckerbissen. Am Montag, dem 22. Juli, trifft Deutschland auf die USA. Das Match des amtierenden Weltmeisters gegen den großen Favoriten der Olympischen Spiele 2024 findet in London statt. Die Übertragungen rund um dieses Highlight starten ab 19.30 Uhr (live im Stream auf ran.de, im FreeTV bei ProSieben zu sehen).

Fünf Tage später ist die Testphase endgültig vorbei, dann geht es in das erwähnte Auftaktspiel des Olympischen Basketballturniers, gegen Japan (27. Juli, ab 13.30 Uhr).

Die Stimmen zu Deutschland - Japan

(Aus der Übertragung bei MagentaTV)

Gordon Herbert, Bundestrainer: "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr guten Baskteballspiel gespielt. In der zweiten Halbzeit war es nicht ganz auf dem Niveau."

Franz Wagner, Top-Scorer der Partie: "Insbesondere der ersten Halbzeit lief es sehr gut, vorallem die Defensive stand. Wir haben aber auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Die Atmosphäre war für mich als Berliner natürlich etwas ganz besonderes. Nun müssen wir uns Mannschaft noch besser einspielen und uns in dem ein oder anderen Punkt verbessern. Die USA sind der schwierigste Gener, den es gibt. Aber auch das Spiel wird uns weiterbringen, es wird ein guter Test, ich freue mich drauf."

Dennis Schröder, Kapitän DBB-Auswahl: "Wir haben heute einen guten Job gemacht, insbesondere in der Defensive. Franz Wagner hat super gespielt, aber das ganze Team hat heute die benötigte Teamchemie auf das Parkett gebracht. In London gegen die USA müssen wir den selben guten Job machen, da treffen wir auf zwölf der besten Spieler der Welt.

Boxscore Deutschland - Japan: Franz Wagner erzielt Punkterekord bei Paris 2024-Vorbereitung

*Erklärung: Gesamt (Punkte/Rebounds/Assists)

Deutschland: Franz Wagner (27/8/2), Dennis Schröder (12/-/4), **Andreas Obst (**12/3/-)

Japan: Rui Hachimura (17/5/2), Yuki Togashi (13/1/5), Makoto Hiejima (11/-/1)

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