Copa América Femenina 2022: Kolumbien erreicht das Finale und sichert sich das Ticket für Paris 2024

Ein Tor von Linda Caicedo sicherte den Sieg gegen Argentinien im ersten Halbfinale der Copa América 2022. Kolumbien ist die erste südamerikanische Mannschaft, die sich für die Olympischen Spiele Paris 2024 qualifiziert.

Von Elisa Revuelta

Kolumbien hat es geschafft!

Der Gastgeber der Copa América Femenina 2022 besiegte am Montagabend (25. Juli) Argentinien im Halbfinale mit 1:0 und sicherte sich somit den Einzug ins Finale.

Damit ist den Kolumbianerinnen auch ein Platz beim olympischen Frauenfußballturnier 2024 in Paris sicher.

Angespannter Beginn in Bucaramanga

Kolumbiens Spielerinnen waren vor 15.000 Zuschauern im Estadio Alfonso López in Bucaramanga in den ersten Minuten angespannt, da Argentinien auf dem Platz besser organisiert war.

Die Kolumbianerinnen taten sich schwer, den Ball zu halten und ihr typisches Positionsspiel aufzuziehen. Die argentinischen Mittelfeldspielerinnen Estefanía Banini und Flor Bonsegundo übernahmen die Kontrolle, doch Yamila Rodríguez konnte zwei gute Torchancen nicht verwerten.

Dann kam aber Kolumbien in die Partie und zeigte sein Potenzial, als Linda Caicedo den Ball im Netz versenkte. Die 17-Jährige hatte sich gegen die argentinische Torhüterin Vanina Correa durchgesetzt, doch das Tor wurde wegen eines Handspiels bei der Ballannahme aberkannt.

Das machte der Heimmannschaft Mut. Ab der 30. Minute übernahm Kolumbien die Kontrolle, legte die Nervosität ab und begann, das Spiel zu dominieren.

In der 32. Minute fand Catalina Usme Spielmacherin Leicy Santos, die Caicedo mit einem präzisen Pass bediente. Der Schuss der Stürmerin wurde von Correa geblockt.

Wenige Minuten später hatte Kolumbien die beste Chance der ersten Halbzeit. Santos kombinierte mit Mayra Ramírez, die zwei Verteidigerinnen ausdribbelte und dann den Pfosten traf (36. Minute).

Kurz nach der Halbzeit schoss Bonsegundo für Argentinien von außerhalb des Strafraums, bevor Kolumbien das lang ersehnte Tor erzielte.

Caicedo nutzte einen Fehler in der Abwehr der Argentinierinnen aus, und ihr Schuss an den langen Pfosten überwand Correa. Es war die 63. Minute, und die Zuschauer waren aus dem Häuschen.

Rote Karte in der Schlussphase

Die argentinischen Hoffnungen auf den Ausgleichstreffer erhielten einen herben Dämpfer, als Gabriela Chávez nach einer zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen wurde. Mit einer Frau weniger auf dem Platz machten die Argentinierinnen weiter Druck nach vorne, doch immer wenn sie die Kugel verloren, sorgte Kolumbien mit Kontern für Gefahr.

Nach dem Schlusspfiff begannen die Kolumbianerinnen, ihren 1:0-Sieg auf dem Spielfeld zu feiern.

Kolumbien wird nach London 2012 und Rio 2016 in Paris 2024 zum dritten Mal am olympischen Frauenfußballturnier teilnehmen. Die Kolumbianerinnen wollen als Südamerikameisterinnen antreten und haben am Samstag im Finale der Copa América die Chance, diesen Titel zu gewinnen. Dort werden sie auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Brasilien und Paraguay treffen, wo ebenfalls ein Ticket für Paris 2024 auf dem Spiel steht.

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