Zusammenfassung des Skispringens in Beijing 2022 - die besten Geschichten, Momente und Rekorde

Ursa Bogataj, Kobayashi Ryoyu und Marius Lindvik sind nur einige der Namen, die nach einem spannenden Skisprungwettbewerb in Beijing 2022 in die olympischen Geschichtsbücher eingegangen sind.

Foto von 2022 Getty Images

Beim Skispringen in Beijing 2022 glänzten neue Stars, als die Besten der Welt auf ihrem Weg zum olympischen Ruhm hoch und weit flogen.

Der erste Sieg ging an die Slowenin Ursa Bogataj auf der Normalschanze der Damen, die ein spannendes Comeback benötigte, um sich den Titel zu sichern, nachdem sie nach ihrem ersten Sprung auf Platz zwei lag. Unter großem Druck flog sie 100 Meter durch die Luft, um ihr erstes Olympiagold zu gewinnen.

Auf der Normalschanze der Herren ging der Japaner Kobayashi Ryoyu als Favorit in den Wettkampf und enttäuschte nicht. Mit Sprüngen von 145,4m und 129,6m beendete der Vierschanzentournee-Sieger von 2022 Japans 50-jährige Wartezeit auf eine Goldmedaille auf der Normalschanze.

Am 7. Februar folgte dann eine olympische Premiere im Skispringen, nämlich das Debüt des Mixed-Team-Wettbewerbs. Das slowenische Team, bestehend aus Kriznar, Bogataj, Timi Zajc und Peter Prevc, gewann eine historische Goldmedaille, dicht gefolgt vom ROC und Kanada auf den Plätzen zwei und drei.

Aber das war noch nicht alles.

Auf der Großschanze der Herren sorgte der Norweger Marius Lindvik für eine Überraschung. Er flog am weitesten und schlug den Japaner Kobayashi, der mit seinem letzten Sprung vom ersten Platz auf den Silberrang abrutschte.

Ebenso spannend verlief der letzte Wettkampf der Spiele, als sich die Österreicher mit ihrem letzten Sprung Olympiagold sicherten und den Teamwettbewerb der Herren gewannen.

Die 3 besten Momente

1 - Kobayashi wird seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt einen Olympiatitel

Der Japaner Kobayashi ging mit einer herausragenden Saison in die Spiele, die durch seinen Sieg bei der prestigeträchtigen Vierschanzentournee gekrönt worden war. Dennoch war es nicht ganz klar, wie er sich auf der olympischen Bühne schlagen würde. Sein erster Auftritt in PyeongChang 2018 endete mit einem siebten Platz auf der Normalschanze und einem zehnten auf der Großschanze.

Doch schon im ersten Einzelwettbewerb der Herren in Beijing 2022 wurden alle Zweifel ausgeräumt: Obwohl er als einziger Athlet im Feld keinen Trainingssprung absolvierte, sprang der 25-Jährige zum Sieg und gewann Japans erstes Gold auf der Normalschanze seit Sapporo 1972.

Kobayashi Ryoyu
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2 - Bogataj ist die erste slowenische Skispringerin, die Gold gewinnt

Bogataj ging mit einer wenig beneidenswerten Bilanz in diese Olympischen Winterspiele. Obwohl sie seit langem als eines der größten Talente im Skispringen gilt, hatte die 26-Jährige noch nie einen Sieg bei einem großen Wettkampf feiern können.

Bis Peking.

Nach einem zweiten Sprung über 100 Meter gewann Bogataj Gold auf der Normalschanze - ist somit die erste Slowenin überhaupt, die eine Medaille im Skispringen gewinnt. Doch sie gab sich nicht mit einem Olympiasieg zufrieden, sondern fügte nur zwei Tage später im Mixed-Team-Wettbewerb einen zweiten hinzu.

Ursa Bogataj
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3 - Marius Lindvik fliegt weit und holt Gold auf der Großschanze

Bevor der Wettkampf der Herren auf der Großschanze begann, war der Name Kobayashi in aller Munde - der Gewinner der Goldmedaille auf der Normalschanze wenige Tage zuvor. Schon nach dem ersten Sprung schien alles nach Plan zu laufen, denn der Japaner lag vor dem Norweger Marius Lindvik an der Spitze des Feldes.

Doch in einem Moment, der die Skisprungwelt überraschte, gelang dem 23-jährigen Lindvik ein gewaltiger zweiter Sprung auf 140m, mit dem er Kobayashi um zwei Punkte schlug und seine erste olympische Medaille gewann.

Marius Lindvik 
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Ihre Reaktionen

Heute hatte ich nur gute Gefühle, als ich gesprungen bin. Bei den letzten Olympischen Spielen [wo Kobayashi Siebter auf der Normalschanze wurde] realisierte ich viele Dinge, die mir fehlten, also tat ich dieses Mal, was ich tun musste. Deshalb habe ich den Sieg errungen.

Olympiasieger Kobayashi Ryoyu aus Japan nach seinem Triumph auf der Normalschanze am 6. Februar

Das hatte ich nicht erwartet. Die letzten Olympischen Spiele waren ein kleiner Alptraum für mich, aber heute konnte ich nicht glauben, wie gut es lief. Es waren zwei gute Sprünge und das war genug. Vielleicht hatte ich heute Glück, der Druck war hoch. Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich hatte in der Vergangenheit Verletzungen und ein paar harte Zeiten, und vielleicht hat sich die harte Arbeit ausgezahlt.

Die slowenische Goldmedaillengewinnerin Ursa Bogataj nach ihrem Sieg auf der Normalschanze der Damen am 5. Februar

Vollständiger Medaillenspiegel im Skispringen in Beijing 2022

Damen Normalschanze:

Gold: Ursa Bogataj (Slowenien)

Silber: Katharina Althaus (Deutschland)

Bronze: Nika Kriznar (Slowenien)

Herren Normalschanze:

Gold: Kobayashi Ryoyu (Japan)

Silber: Manuel Fettner (Österreich)

Bronze: Dawid Kubacki (Polen)

Mixed Team:

Gold: Slowenien

Silber: ROC

Bronze: Kanada

Herren Großschanze:

Gold: Marius Lindvik (Norwegen)

Silber: Kobayashi Ryoyu (Japan)

Bronze: Karl Geiger (Deutschland)

Herren Teamwettbewerb:

Gold: Österreich

Silber: Slowenien

Bronze: Deutschland

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