Olympische Spiele Paris 2024

Angelique Kerber tritt nach Paris 2024 von der Tennis-Bühne ab: "Ziellinie der unglaublichsten Reise"

Von Andreas Kloo
3 min|
Angelique Kerber Paris

Foto von 2024 Getty Images

Angelique Kerber hat die Ziellinie ihrer erfolgreichen Tennis-Karriere erreicht. Nach den Olympischen Spielen Paris 2024 wird sie ihre Laufbahn beenden, wie die 36-Jährige auf Instagram mitteilte.

„Bevor die Olympischen Spiele beginnen, kann ich jetzt schon sagen, dass ich Paris 2024 nie vergessen werde, denn es wird mein letztes professionelles Turnier als Tennisspielerin sein“, schrieb sie.

Drei Grand-Slam-Turniere hat Kerber in ihrer Laufbahn gewonnen: die Australian Open und die US Open 2016, Wimbledon 2018.

Während sie Wimbledon immer als ihr Lieblingsturnier bezeichnete, betonte sie nun, dass die Olympischen Spiele für ihre Karriere eine entscheidende Bedeutung hatten.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie, warum Olympia für Angelique Kerber so wichtig war.

Über Rio 2016 zum Sieg bei den US Open

London 2012 habe sich für sie angefühlt wie ein Neuanfang. Ein Jahr zuvor war sie schon kurz davor, ihre Tennis-Karriere zu beenden. Bei ihrem Olympia-Debüt schaffte sie es dann bis ins Viertelfinale. Es war eine Bestätigung für sie, dass sich das Weitermachen gelohnt hat.

In Rio 2016 unterlag Kerber erst im Finale in drei Sätzen Monica Puig. Die Früchte der harten Arbeit konnte sie aber kurz nach dem Olympischen Turnier ernten:

„Mein Lauf bis zur Silbermedaille war von einem Ansturm von Emotionen begleitet, der mich schließlich zu meinem zweiten Grand-Slam-Titel in New York und an die Spitze der Weltrangliste führte.“

Allerdings tat sich Kerber schwer damit, mit diesem Erfolg umzugehen. Und so folgte im Jahr 2017 noch einmal eine schwere Krise. Doch in dieser Zeit lernte sie viel über sich selbst und ging gestärkt ins Jahr 2018.

„Ich habe einen großen Schritt in meiner persönlichen Entwicklung gemacht. Und würde sagen, dass mich die letzten 24 Monate reifer gemacht haben“, sagte sie damals.

Prompt feierte sie im Sommer 2018 den größten Erfolg ihrer Karriere: „Ich habe meine Lektion gelernt und Wimbledon 2018 war meine größte Belohnung“, blickte sie in ihrem Abschieds-Post zurück.

Als erste deutsche Spielerin seit Steffi Graf triumphierte sie beim legendären englischen Tennisturnier.

Paris 2024 als "Ziellinie der unglaublichsten Reise"

Die Teilnahme an Tokio 2020 sagte sie aus Verletzungsgründen ab. Danach fand sie ihr privates Glück und ist Mutter einer einjährigen Tochter.

Für ihr Kind wird sie nach dem Ende des Lebens auf der Tennis-Tour mehr Zeit finden. Aber leicht fällt ihr der Abschied von Sand, Rasen und Hartplatz überhaupt nicht, wie sie zugab:

„Obwohl das vielleicht die richtige Entscheidung ist, wird es sich nie so anfühlen. Einfach, weil ich den Sport von ganzem Herzen liebe und dankbar bin für die Erinnerungen und Möglichkeiten, die er mir gegeben hat.“

Insgesamt 34 Wochen führte Kerber die Tennis-Weltrangliste an.

Bei Paris 2024 wird Kerber neben dem Einzel-Turnier auch im Doppel mit Laura Sigemund an den Start gehen.

In der ersten Runde im Damen-Einzel trifft sie mit Naomi Osaka (JPN) auf eine andere ehemalige Weltranglisten-Erste.

Die bevorstehenden Matches werden "die Ziellinie der unglaublichsten Reise markieren, von der ich je hätte träumen können, als ich mit einem Schläger in der Hand aufwuchs", schrieb sie am Ende ihres Posts.

Related content