Den Widrigkeiten trotzen: Lernen Sie Wael Shueb kennen, IOC Refugee Olympic Team Hoffnungsträger

Der IOC "Refugee Athlete"-Stipendiat hat durch Karate ein neues Leben gefunden und hofft nun, bei den Olympischen Spielen Tokio 2020 im Jahr 2021 antreten zu können.

Von Andrew Binner

Karate hat den syrischen Flüchtling Wael Shueb von einer verlorenen Seele zu einem Mann mit einem Ziel gemacht.

Der 33-Jährige arbeitete früher in einer Textilfabrik und als Teilzeit-Kampfsporttrainer in seiner Heimatstadt Damaskus.

Doch 2015, als der Krieg drohte, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu seiner eigenen Sicherheit aus der Stadt zu flüchten.

Nach einer vierwöchigen Odyssee, die eine tückische Bootsfahrt in die Türkei und eine Reise mit dem Fahrrad durch Mazedonien umfasste, siedelte er nach Deutschland über.

Sheub integrierte sich in seine neue Gemeinschaft, indem er Deutsch lernte und Karate für Kinder und Erwachsene lehrte.

Karate half ihm, sich in sein neues Leben in Europa zu integrieren. Der kontaktlose Karatestil namens "Kata" wird in Tokio 2020 sein Olympia-Debüt feiern, und im Frühjahr 2018 erhielt Shueb die Nachricht, dass er für ein IOC "Refugee Athlete"-Stipendium ausgewählt worden war, das ihn nun bei seinem Training unterstützt.

Für ihn ist der Sport der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration: "Sport öffnet die Türen. Sport spricht alle Sprachen. Sport ist Integrationsweltmeister", sagte er.

Shueb gehört derzeit zur Top Ten in seiner Disziplin in Deutschland. Bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg Anfang 2020, dem letzten Großereignis vor der Coronavirus-Pandemie, belegte er im Einzelwettbewerb den zehnten Platz.

Doch während der syrische Landesmeister von 2009 glücklich und dankbar für sein neues Leben ist, schweifen seine Gedanken ständig zu Familie und Freunden in der Heimat.

Shueb hat seinen Schwager durch den Krieg verloren und muss manchmal tagelang auf Antworten von Nachrichten an seine Schwester warten, die mit ihren fünf Kindern ebenfalls aus der Stadt fliehen musste.

Erschwerend kommt hinzu, dass die medizinische Infrastruktur in seiner Heimat für den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie schlecht gerüstet ist.

"Es ist sehr schwierig für sie. Leider kann ich kaum etwas für sie tun", sagte er newsy today.

Der Athlet will in Tokio 2020 antreten und seinen Lieben sowie allen Flüchtlingen auf der Welt Hoffnung geben.

"Ich versuche, ihnen Kraft zu geben", sagt er, "indem ich zeige, was man als Flüchtling erreichen kann."

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