Natalie GEISENBERGER

Deutschland GER

Rennrodeln

  • Medaillen
    6 G
    1 B
  • Teilnahmen
    4
  • Erste Teilnahme
    Vancouver 2010
  • Geburtsjahr
    1988
Olympische Ergebnisse

Biographie

Natalie GEISENBERGER

Natalie Geisenberger ist zweifache Olympiasiegerin. Sowohl in Sotschi 2014 als auch in PyeongChang 2018 gewann sie Gold im Damen-Einzel und in der Team-Staffel und wurde damit zur ersten Frau, die den FIL-Rennrodel-Weltcup sechsmal für sich entschied. Sie ist die höchstdekorierte Athletin in ihrem Sport und die erfolgreichste Rennrodlerin aller Zeiten, eine Auszeichnung, die sie mit ihren Landsleuten im Doppelsitzer der Herren, Tobias Arlt und Tobias Wendl, teilt.

Junges Talent

Die am 5. Februar 1988 in München geborene Geisenberger wuchs im 50 Kilometer entfernten bayerischen Bergdorf Miesbach auf, das über eine Sommerrodelbahn verfügt. Seit ihrem 10. Lebensjahr ist sie Mitglied im dortigen Rennrodelverein und entwickelte sich zu einer herausragenden jungen Rennrodlerin. Zwischen 2004 und 2007 gewann sie 14 Junioren-Weltcups, drei Junioren-Gesamtweltcupsiege und sechs Junioren-Weltmeistertitel: drei im Einzel und drei mit der Mannschaft. Als sie in die höhere Klasse aufstieg, wurde sie 2008 in Cesana Pariol (ITA) Europameisterin im Einzel und gewann drei Jahre später auch den U23-Weltmeistertitel.

Ein Olympia-Debüt

Ihren ersten Weltcupsieg feierte Geisenberger in der Saison 2008/09, als sie hinter Hüfner im Saisonranking Zweite wurde - eine Konstellation, die sich in den folgenden drei Saisons wiederholte. In Vancouver 2010 gab sie im Alter von 21 Jahren ihr Olympia-Debüt und schaffte auf Anhieb den Sprung aufs Podest und holte Bronze hinter Hüfner (Gold) und der Österreicherin Nina Reityhmayer (Silber).

Den großen Durchbruch schaffte Geisenberger in der Saison 2012/13, als sie ihren ersten Weltcup-Titel holte und in Whistler (CAN) mit dem Sieg im Einzel und in der Team-Staffel mit Felix Loch und dem Herren-Doppel Tobias Wendl und Tobias Arlt den ersten von vielen Team-Triumphen des Vierers startete.

Erfolg in Sotschi

Vor ihrer zweiten Teilnahme an den Winterspielen in Sotschi 2014 sicherte sich Geisenberger mit sieben von neun Siegen ihren zweiten Weltcup-Titel. Diese Form nahm sie mit ins Sanki Sliding Centre, wo sie in allen vier Läufen des Einzelwettbewerbs die schnellste Zeit fuhr und mit einem gewaltigen Vorsprung von 1,139 Sekunden auf Olympia-Titelverteidigerin Hüfner gewann.

"Ich brauche noch Zeit, um ganz zu begreifen, was ich erreicht habe", sagte Geisenberger später. "Als ich im vierten Lauf den untersten Teil der Strecke erreicht hatte, wusste ich, dass ich den Olympiasieg eingefahren hatte, und ich schrie fast vor Freude, als ich die Ziellinie überquerte."

"Ich befinde mich derzeit in meiner besten Form überhaupt. Ich habe meinen Stil an diese Strecke angepasst, obwohl das nicht einfach war, denn nach den Kurven fünf und sechs ist es ziemlich knifflig. Ich bin erstaunt. Die Chance, einen Olympia-Titel zu gewinnen, gibt es vielleicht nicht noch einmal, und ich bin wirklich froh, dass ich diese Gelegenheit genutzt habe."

Zwei Tage später führte Geisenberger die deutsche Mixed-Staffel an und war bei den Damen die Schnellste. Damit verschaffte sie ihren Teamkollegen (Loch, Wendl und Arlt) erneut einen Vorsprung, den sie zu einem beeindruckenden Sieg mit 1,030 Sekunden Abstand zu den zweitplatzierten Russen ausbauen konnten.

Die unangefochtene Nummer 1 der Welt

Geisenberger war nach ihrem Doppelsieg in Sotschi 2014 einfach nicht mehr zu stoppen und holte bis 2018 sechs Weltcup-Titel in Folge. Weiteres WM-Gold gewann sie 2015 in Sigulda (LAT) und 2016 in Königsee (GER) sowohl im Einzel als auch in der Team-Staffel (wieder mit Loch, Wendl und Arlt), womit sie ihre Weltmeistertitel-Sammlung auf sieben erhöhte.

Als angehende Polizistin und Hobbyfotografin machte Geisenberger ihr nächstes Ziel klar: Auf ihrer Facebook-Seite postete sie einen Schnappschuss vom olympischen Testevent im Alpensia Sliding Centre im Februar 2017 und schrieb dazu: "Noch ein Jahr bis PyeongChang 2018."

Die höchstdekorierte Olympiasiegerin aller Zeiten im Rennrodeln

Auf dem Weg nach PyeongChang 2018 fuhr Geisenberger fünf weitere Weltcupsiege ein, womit sie die Gesamtzahl ihrer Karriere auf 43 erhöhte und einen Monat vor ihrer dritten Olympiateilnahme den sechsten Gesamttitel in Folge holte.

Als es darum ging, ihren olympischen Einzeltitel zu verteidigen, setzte sich die Deutsche gleich im ersten Lauf an die Spitze und blieb dort, um einen komfortablen Sieg mit 0,367 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Dajana Eitberger und 0,412 Sekunden auf die Kanadierin Alex Gough zu erringen.

"Ich bin hierher gekommen, nachdem ich fast alles gewonnen habe, was es zu gewinnen gibt", sagte sie, nachdem sie sich selbst das perfekte Geburtstagsgeschenk gemacht hatte, denn sie war wenige Tage zuvor 30 geworden. "Ich habe sowohl Olympia-Gold als auch mehrere Weltmeistertitel gewonnen. Natürlich habe ich davon geträumt, die Goldmedaille zu gewinnen, aber ich war dabei ziemlich entspannt. Jetzt habe ich sie."

Drei Tage später sorgte Geisenberger in der Team-Staffel für einen perfekten Start für Deutschland, bevor Johannes Ludwig, der Bronzemedaillengewinner im Einzel der Herren, antreten musste. Er hielt die Deutschen in Führung und machte dann den Weg frei für Wendl und Arlt, die den Job zu Ende brachten. Mit einer Zeit von 2:24,517 siegten die Titelverteidiger mit deutlichem Vorsprung vor Kanada und Österreich.

"Das ist fantastisch. Ich hatte einen guten Lauf, Johannes hatte einen fehlerfreien Lauf, auch unser Doppelsitzer war perfekt, und jetzt stehen wir ganz oben", sagte Geisenberger, die mit Arlt und Wendl zusammen vierfache Olympiasiegerin wurde und damit einen neuen Rekord in dieser Sportart aufstellte.

Geisenberger ist die erfolgreichste Rennrodlerin in der Geschichte der Winterspiele und liegt mit insgesamt fünf Medaillen in ihrer Karriere nur noch eine hinter dem größten Rennrodler aller Zeiten, dem Italiener Armin Zöggeler. Es gibt allen Grund zur Annahme, dass die fliegende Deutsche ihn eines Tages überholen wird.

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